Kolumne Cornelia Harms

Kolumne #005 – Aufgewacht aus dem Traum des Denkens oder wie ich fand, was wirklich ist

Es ist einfach unglaublich. So lange habe ich so viel gedacht. Hatte solch klare Ideen darüber, was ich kann, wer ich bin und was ich zu tun habe. Eine Menge spannender Geschäftsideen. Viele aufregende Projekte. Immer wieder neue Geistesblitze.

Mein Kopf ist schnell, und er lieferte mir immer wieder die tollsten und tollkühnsten Ideen. Oft komplex und neuartig. Etwas, das es bisher noch gar nicht gab. Eine neue Kombination der Dinge, die bisher nur getrennt existiert hatten.

Ich liebte meine Ideen. Das einzige Problem war: ich konnte sie nicht verkaufen. Kein Mensch wollte sie haben. Ok, kein Mensch ist vielleicht übertrieben. Aber sagen wir mal: die Zahl meiner Kunden blieb mau.

Ich verstand das nicht. Hatte ich mich doch mit vollem Eifer dahinter geklemmt. Hatte mit voller Begeisterung meine Landing Page geschrieben. War mir nicht zu schade, im Außen zu kommunizieren und es jedem zu erzählen.

Kunden kommen über Deine eigene Begeisterung, hatte ich verstanden. Im Service für die anderen waren meine Angebote sowieso.

Was war also los? Warum kam keiner? Ich wollte doch so gerne andere unterstützen auf ihrem Weg. Aus vollem Herzen. Was war los? Ich war verzweifelt.

Und ich ließ los. Nach und nach, immer mehr. Ein Projekt nach dem Anderen. Verabschiedete mich davon. Von all meinen tollen Ideen. Die alle nicht funktioniert hatten.

Es tat weh. War doch so viel von meinem Herzblut darin. Und trotzdem ließ ich los.

Heute weiß ich, warum ich loslassen musste. Es gab zunächst etwas anderes zu tun. Etwas, das mit leiser Stimme zu mir sprach. Ich hörte es immer wieder, aber ich traute mich nicht, es in die Tat umzusetzen. Zu groß war die Angst.

Also lauschte ich weiter auf meinen Kopf. Denn der sprach schön laut und ach so verführerisch.

Jetzt, wo ich alles losgelassen habe, weiß ich, was wirklich dran ist. Warum alles andere nicht funktioniert hat.

Denn meine Seele und mein Herz wissen immer ganz genau, was eigentlich wirklich dran ist. Sie führen mich, auch wenn ich mich noch so sehr dagegen wehre und meinem Intellekt lausche.

Für mich ist es gerade an der Zeit, mein Buch zu schreiben. Es ruft schon seit Jahren in mir. Eine leise, aber andauernde Stimme in mir, die sehr klar ist. Und die ich nun auch endlich gut hören kann oder besser gesagt: wo ich nun endlich bereit bin, auf sie zu hören ;-).

Ich habe mich entschieden, meiner Wahrheit zu folgen. Mich hinzugeben. Mich zu wehren war anstrengend, hat viel Kraft gekostet und viel Enttäuschung mit sich gebracht.

Nun ist es sowas von klar, dass ich gar nicht mehr anders kann. Ich frage mich sogar, wie ich jemals zuerst etwas Anderes tun konnte oder wollte ;-).

Vielleicht kann ich Dich ja inspirieren, auch etwas genauer hinzuhören bzw hinzusehen. Wenn es irgendwo nicht funktioniert bei Dir, steht vielleicht erst einmal etwas anderes an? Etwas, dass Dich leise, aber deutlich ruft?

Ich bin gespannt! Please keep me posted!

Deine Cornelia Victoria


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Martin Heinz
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Liebe Cornelia, spannend, wie sehr ich mich in Deiner hier so schön beschriebenen Erfahrung wiederfinde. Und auch ich habe einen Break hingelegt, um mein Buch zu schreiben (und wahrscheinlich noch viele mehr). Das Erstaunliche, was ich dabei feststellte: Endlich konnte ich all das niederschreiben, was ich den Menschen in meinen Seminaren in der begrenzten Zeit nicht sagen konnte, oder von dem ich zuvor dachte, dass es zu wenige interessiert. Endlich konnte ich ALLES von mir hineinfließen lassen, nicht nur das, von dem ich glaubte, es wäre wirtschaftlich erfolgreich. Einfach sein, wer ich bin, und dies zu Papier bringen. Und dabei… Weiterlesen »

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