Körper und Gesundheit

Heiser, belegt, rau? So bleibt Ihre Stimme fit und gesund!

Sie ist einzigartig – so einzigartig wie unser Fingerabdruck. Sie zeigt, wer wir sind. Mit ihr verschaffen wir uns Gehör. Sie ist unsere akustische Visitenkarte. Mit ihr können wir andere Menschen verbal streicheln oder auch ohrfeigen. In Vorträgen oder Meetings, beim Smalltalk und Telefonieren, in Kundengesprächen, auf der Fachmesse oder dem Sportplatz – wir benutzen sie tagtäglich stundenlang. Doch wie wichtig sie ist, merken wir oft erst, wenn sie mal weg ist. Die Rede ist von unserer Stimme.

Stimme schlägt Stift und Tastatur

Unsere Stimme ist unser angeborenes, ureigenes Kommunikationsinstrument. Sie begleitet un vom ersten Schrei bis zu den letzten Worten auf dem Sterbebett. Natürlich ist es wichtig, sich gut schriftlich ausdrücken zu können. Doch die Stimme schlägt Stift und Tastatur um Längen! Was sind schon Wischbewegungen auf dem Tablet im Vergleich zu echter, persönlicher Begegnung? Was ist schon eine schnöde Mail verglichen mit den faszinierenden Möglichkeiten, die uns die Stimme bietet?

Brauchen Sie in Ihrem Job eine gesunde, kraftvolle Stimme?

Wissen ist der Rohstoff des 3. Jahrtausends. Und dieses Wissen wird vermehrt, geteilt, weitergegeben. Nicht nur in Büchern und Fachartikeln, sondern vor allem in Fachvorträgen, Präsentationen, Gesprächen, Schulungen, Mastermind-Gruppen, Seminaren, Softskill-Trainings, Podiumsdiskussionen, Podcasts, Schulungsvideos und, und, und. In all diesen Situationen braucht es Menschen, die sprechen. Bereits jetzt arbeitet jeder Dritte in einem sprechintensiven Beruf – und diese Zahl wird künftig noch deutlich steigen.

Sind Sie „Voice Worker“?

Als Faustregel für Sprechberufe gilt: Jeder, der drei oder mehr Stunden am Tag spricht (netto), ist „Voice Worker“. Wenn Sie Unternehmer, Führungskraft, Vertriebsmitarbeiter, Lehrer, Erzieher, Trauerredner, TV-Moderator, Schauspieler, Trainer, Notar oder Pressesprecher sind, dann zählen Sie ganz bestimmt dazu – und sind in besonderem Maße auf eine fitte, gesunde und belastbare Stimme angewiesen.

Was uns kranke Stimmen kosten

Leider halten wir unsere Stimme oft für selbstverständlich. Doch das ist sie nicht. Überlastung, Stress, Allergien, Krankheiten oder Erkältungen können die Stimme schädigen, manchmal sogar dauerhaft. Schnupfen, Husten, Heiserkeit beeinträchtigen unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit – auch in Sachen Stimme. Die Zahlen sind alarmierend. Fachleute schätzen, dass der deutschen Volkswirtschaft jährlich mehr als 29 Mrd. Euro verloren gehen – allein durch Erkältungskrankheiten!

Stimm-Gesundheit? Tipps und Tricks

Umso wichtiger also, vorzubeugen! Wissenschaftler, HNO-Ärzte und Logopäden haben dafür den Begriff „Stimm-Hygiene“ geprägt. Stimm-Hygiene umfasst alles, was Sie konkret tun oder lassen sollten, um einerseits Krankheiten so gut es geht zu vermeiden und andererseits die Stimme gesund und fit zu halten. Bestimmt haben Sie schon einige Tipps und Tricks aufgeschnappt? Von Freunden, Kollegen oder aus Omas Rezepte-Kiste? Doch längst nicht alles davon ist tatsächlich hilfreich. Viele vermeintliche Hilfsmittel entpuppen sich bei genauerem Hinsehen schlicht als Mythos. Hier die wichtigsten Do´s und Dont´s:

Mythos Menthol

Ja, ein Pfefferminzbonbon wirkt angenehm kühlend und erfrischend im Hals. Man könnte annehmen, dass Menthol also gerade bei Erkältungen hilft. Doch das Gegenteil ist der Fall: Menthol und ätherische Öle greifen nachweislich die sensiblen Schleimhäute in Rachen und Kehlkopf an. Die Stimmlippen werden dabei arg in Mitleidenschaft gezogen und müssen sich aufwändig regenerieren. Wenn die Stimme gestresst oder erkältet ist, dann nehmen Sie bitte unbedingt mentholfreie Produkte! Zum Beispiel Isla-Moos, Emser Pastillen – oder die guten alten Salbeibonbons.

Kaffee, Alkohol, Milch, Zucker – gefährlich für die Stimme?

Dass Rauchen schadet, weiß heute jedes Kind. Doch wie sieht es aus mit Alkohol, Kaffee oder Süßem? Feststeht: Alkohol, besonders in Verbindung mit lauten Gesprächen auf einer Party, kann die Stimme arg beeinträchtigen. Wenn Sie je eine Nacht durchgezecht haben, wissen Sie, wovon die Rede ist 😉. Kaffee wirkt – auch wenn sich der Mythos hartnäckig hält – nicht grundsätzlich dehydrierend. Solange Sie nicht Unmengen davon trinken, besteht für die Stimme keine Gefahr. Allenfalls kann es unangenehm werden, wenn Sie Ihren Kaffee mit Milch und Zucker trinken – denn Milchprodukte und Süßes wirken oft verschleimend.

Räuspern – ein No-Go!

Hin und wieder tun wir es alle. Doch tatsächlich schadet es der Stimme: Räuspern. Beim Räuspern werden die Stimmlippen im Kehlkopf stark angespannt und die Atemluft durch die geschlossene Stimmritze gepresst. Dabei reiben die Stimmlippen förmlich aneinander, was die Schleimhäute stark strapaziert. Intakte Schleimhäute sind jedoch von zentraler Bedeutung für eine gesunde, gut funktionierende Stimme. Was Sie tun können, wenn das Räusper-Bedürfnis kommt: kräftig schlucken oder – wenn das nicht hilft – einfach leicht Hüsteln.

Apotheke „Wald“

Hochdosierte Vitaminpräparate mögen durchaus sinnvoll sein, um dem Immunsystem einen Kick zu geben. Studien haben gezeigt, dass beispielsweise vierstündige Wald-Spaziergänge ausreichen, um die Abwehrkräfte unseres Körpers messbar zu steigern. Was die Japaner schon lange wissen, findet seit einigen Jahren auch bei uns Beachtung: „Shinrin Yoku“ – ein Bad in Waldluft – tut nicht nur der Seele, sondern auch unserem Körper gut! Die Effekte sind so atemberaubend, dass es mittlerweile eine völlig neue Ausbildung gibt – eine Ausbildung zum Waldtherapeuten.

Checkliste für mehr Stimm-Fitness

Was können Sie noch tun, um stimmlich besser durchzuhalten? Was unmittelbar vor dem Sprechen, während des Sprechens und was danach? Welche generellen Tricks gibt es noch für eine fitte und belastbare Stimme? Und welche Rolle spielt dabei das Raumklima?Hier habe ich Ihnen eine 10-seitige PDF-Übersicht zusammengestellt, die Dos-und-Donts-für-die-Stimme – damit Sie immer gut „bei Stimme“ sind!


 

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