Schweinehund
Eigenverantwortung Persönlichkeit und Lernen

Die Kunst der Schweinehund-Domptage

Wie wir unser internes Haustier in den Griff kriegen

Porcus canibus (lat. Schwei-ne-hund, der)

Jeder hat ihn, jeder kennt ihn, und jeder hat schon einmal erlebt, wie sein persönlicher Schweinehund in Aktion tritt und man dabei zuschauen kann, wie die guten Vorsätze dahin schmelzen und Ziele in weite Ferne rücken. Was tut man dagegen?

Schweinehund and Friends

Der innere Schweinehund ist sozusagen der Handlanger unserer Bequemlichkeit und ist damit nicht allein. Warum sonst haben wir nicht schon längst unsere sehnlichsten Ziele erreicht, sind körperlich topfit, haben glückliche Beziehungen, erfüllende, bombig bezahlte Jobs und ernähren uns auf eine Weise, mit der wir 130 Jahre alt werden können?

Die Wirtschaft zum Beispiel hat das schon längst erkannt und stetig werden neue Strategien und Konsumgüter entwickelt, um unsere Bequemlichkeit zu fördern. Dadurch gewöhnen wir uns nur allzu schnell an, dass wir uns kaum mehr für etwas anzustrengen brauchen und alles möglichst convenient sein muss.

Versteh mich nicht falsch, ich meine damit nicht, dass wir neue Technologien und Geräte ablehnen sollten, um uns das Leben leichter zu machen. Doch es gibt nach wie vor Bereiche, in denen wir unsere Willensstärke und persönlichen Einsatz brauchen, um voran zu kommen.

Keine App ersetzt körperliche Betätigung

Auch nicht Freundschaftspflege von Angesicht zu Angesicht oder persönliche Wachstumsschritte.Und dann gibt es da noch die  Massenträgheit.

Wenn deine Lieben abends gemütlich vor dem Fernseher sitzen, raffst du dich dann bei Nieselregen noch auf und gehst raus zum Laufen, auch wenn du dich die letzten drei Male schon davor gedrückt hast? Eben.

Eine Frage der Motivation

Bis jetzt, Stand Februar 2018, behaupten Experten, dass negative Motivation stärker wirke als positive. Jedoch hat beispielsweise Angst den Nachteil, dass wir aus einem schlechten Gewissen heraus handeln oder um etwas zu vermeiden (Motivation durch Entsetzen…). Zum Beispiel Angst vor gesundheitlichen Beschwerden, weil wir uns zu wenig bewegen, unausgewogen ernähren etc.. Das macht ein Vorhaben leider nicht gerade sexy.

Bei positiver Motivation spüren wir einen regelrechten Sog hin zu dem, was wir erreichen wollen. So haben wir automatisch mehr Lust und damit steigt auch das Energielevel und der Spaßfaktor. Das heißt, ob du Erfolg hast und deine Ziele erreichst, hängt auch davon ab, welche Art von Motivation dich antreibt und wie „gut“ deine Ziele sind. Also was schonmal hilft: sich mehr mit seinen Zielen beschäftigen.

Und was will der Schweinehund jetzt eigentlich?

Schieben wir ihm nur zu gern alles Schlechte in die Schuhe? Fies eigentlich… denn der Schweinehund ist ja nicht per se schlecht. Wenn er einen besonderen Zweck verfolgen würde mit seinem Gehabe, dann wäre das zum einen, dass wir uns nicht überfordern, denn keiner kann permanent produktiv und zielstrebig sein. Der Mensch ist dafür nicht ausgelegt und braucht auch Pausen zum regenerieren.

Zum anderen kann er uns helfen, halbherzige Ziele auszusortieren, zum Beispiel wenn sie gar nicht wirklich unsere eigenen sind. Wie schnell lassen wir uns fremde Ansprüche auferlegen und merken es gar nicht! Wenn wir so etwas feststellen, dürfen wir auch Vorhaben fallen lassen. Dann setzen wir eher Prioritäten und haben mehr Luft und Power für das was uns wirklich am Herzen liegt.

Du merkst schon worauf ich hinaus will – DEIN eigenes Gespür, DEINE eigene Verantwortung. Außerdem gäbe es ja sonst keine Träume mehr, nicht wahr?

Was heißt das auf Deutsch für die haustierlichen Erziehungsmethoden?

Egal ob pelzig, gefiedert, borstig oder schuppig, für jedes Haustier gilt: Eine vollkommene Unterwerfung wird’s nicht geben. Vergiss es. Das entspräche nicht dem Naturell eines Tiers, und das gilt auch für den Porcus canibus.

Was du tun kannst: Leg die Peitsche weg, kooperiere mit ihm, lerne ihn kennen und lesen. Wenn du dich genug mit ihm beschäftigst und seine Wesensart besser verstehst, kannst du ihn dazu bringen, mit dir zusammen zu arbeiten.

Die Kunst der Schweinhund-Domptage ist, den Schweinehund nicht bändigen zu wollen.

Im Übrigen werde ich nie verstehen, warum man ihn ausgerechnet SchweineHUND getauft hat. Wer Katzen hat wird mir zustimmen, dass SchweineKATZE viel zutreffender wäre 😉

Im Klartext: Schau dir eine Ziele und Vorhaben genau an. Prüfe deine inneren Antreiber und Stressauslöser. Lass ein wackeliges Ziel los oder suche einen anderen Weg oder das Ziel hinter dem Ziel. Spür wann du eine Pause brauchst und geißel dich nicht selbst, wenn es nicht so geht wie du es gerne hättest.

Schweinehunde können wertvolle Begleiter sein. Und wer weiß, vielleicht springt deiner irgendwann durch den Reifen und hat auch noch Spaß dabei?

 

Herzlich

Deine Silvia

(kann auch humorvoll)


 

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