Persönlichkeit und Lernen Ziele

Die 5 universalen Elemente erfolgreichen Wirkens

Die meisten Menschen wollen sich in ihrer Welt erfolgreich und glücklich fühlen. Wir alle wollen uns – vielleicht von ein paar Ausnahmen abgesehen – in irgend einer Weise als wirksam erleben. Selbstwirksamkeit ist ein wichtiger Aspekt unseres Wohlbefindens, von gesunder innerer Balance. Wirksam sind wir, wenn wir erfahren, dass wir mit unserem Tun etwas  – möglichst Positives oder Sinnvolles– bewirkt haben.

Diese Erfahrung von Erfolgreich sein basiert auf fünf Grund-Komponenten, die ich hier mit der „Z-A-W-A-W“ – Formel vorstelle. Soviel vorweg: ZAWAW steht für Ziel, Aufmerksamkeit, Wille, Aktion und Wertschätzung. Wie diese Formel genutzt werden kann, will ich gleich verständlich machen.

Das Ziel

Der erste wesentliche Aspekt der ZAWAW-Formel, also das erste Z steht dafür ein Ziel zu haben. Mit Ziel meine ich nicht einen Traum, eine Sehnsucht oder einen Wunsch, sondern ich meine wirklich ein klar formuliertes Ziel.  Also kein: „Ich würde so gerne einmal nach Paris“ reisen, sondern ein: „Spätestens im Oktober diesen Jahres mache ich eine Städtereise nach Paris“ oder auch: „Morgen erkundige ich mich nach einer günstigen Städtereise nach Paris und ich spare mir bis zum Herbst das nötige Geld für eine schöne Reise zusammen.“

Ein Ziel ist etwas klar determiniertes, du kannst es nachprüfen und feststellen, wenn und wann du es verwirklicht hast. Du formulierst es in der Gegenwartsform, nicht im Futur.  Also sagst du verbindlich mit einer Zeitangabe :“Ich tue ...“ oder  „Ich bin...“ . Nicht: „Ich möchte tun“ oder „Ich werde (irgendwann) tun …“! Nein! Dein Ziel ist für dich unumstößlich. Du fühlst bereits jetzt Vorfreude und die Gewissheit, wie es ist, wenn du dein Ziel erreicht hast. Du erkundigst dich jetzt, ab sofort, gleich morgen oder besser noch heute Abend im Internet nach den Möglichkeiten. Auch wenn du das erforderliche Geld noch nicht hast!

Das Ziel folgt nicht dem Geld,

….sondern das nötige Geld folgt deinem Ziel!

Das ist ein sehr wichtiger Aspekt. Oft höre ich Leute sagen:“Wenn ich erst einmal genug Geld habe, dann mache ich …“ Sie machen es nie. Das nötige Geld, die nötige Kraft, die nötige Zeit, die nötigen Bedingungen folgen dem Ziel, nicht umgekehrt.

Du holst dir erst einmal alle nötigen Informationen ein, du tust alles was nötig ist, um zu erfahren, wann du zu welchem Preis für wie lange nach Paris reisen kannst und was du dort kennen lernen willst. Paris – und zwar terminiert – noch in diesem Jahr, noch bis spätestens Oktober, ist dein Ziel.

Oder Rom oder New York. Oder ein Tango-Kurs oder eine neue Kamera oder eine Weiterbildungsmaßnahme oder ein neuer Job. Oder eine neue Wohnung. Was immer dein Ziel ist, wenn es nicht total unrealistisch ist und wenn die Vorstellung von der Zielerreichung in dir Freude auslöst, ein Lächeln auf dein Gesicht zaubert, dann formuliere es in der Gegenwartsform und mit einem Zeitpunkt versehen.

Realistisch?

Ich nehme gerne das Beispiel „Paris“ , weil ich selbst Jahre lang davon träumte einmal mit dem richtigen Reisebegleiter! nach Paris zu fahren. Es dauerte viele Jahre bis der richtige Partner, mein heutiger Ehemann, in mein Leben kam und da machte ich sehr schnell aus dem alten Traum das Ziel und formulierte: Zu meinem 54. Geburtstag fliege ich mit meinem Liebsten nach Paris. Und so geschah es und wir erlebten eine unvergessliche Woche in Paris.

„Realistisch“ ist übrigens viel mehr als du glaubst! Wer hätte noch vor 100 Jahren geglaubt, dass Menschen wirklich einen Fuß auf dem Mond setzen würden? Dass etwas schwierig oder anspruchsvoll oder eine große Herausforderung ist, heißt nicht, dass es unrealistisch ist. Es ist ein Ziel, für das es sich lohnt sich anzustrengen.

Die Aufmerksamkeit

Dann geschieht etwas scheinbar „Wunder-“bares. Wenn dein Ziel klar und fest steht und wenn es sich für dich beglückend und machbar zugleich anfühlt, wenn du es aussprichst, dann fokussiert es Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit ist die zweite Komponente erfolgreichen Wirkens. Aufmerksamkeit ist eine kreative Energie. Sie bewirkt im Gehirn, im Neokortex, eine fokussierte Wahrnehmung. Alles worauf wir unsere Aufmerksamkeit fokussieren nehmen wir intensiver wahr.

Aufmerksamkeit erschafft so subjektive Realität. Menschen, die ihre Aufmerksamkeit nicht fokussieren können, die sich leicht von zu vielen Dingen ablenken lassen, haben es schwerer mit dem Erfolgreich sein. Die Fähigkeit seine Aufmerksamkeit fokussieren zu können kann man trainieren. Das ist die gute Botschaft. Wer seine Aufmerksamkeit nicht gut fokussieren kann, ist sehr leicht abzulenken und so verliert er sein Ziel aus den Augen.

Aufmerksamkeit erschafft subjektive Realität Klick um zu Tweeten

Die Aufmerksamkeit selbstbestimmt fokussieren zu können hält die Energie auf das Ziel ausgerichtet. Wenn du auf dein Ziel fokussiert bleibst bemerkst du scheinbar zufällig hilfreiche Gelegenheiten, die dich in der Verfolgung deines Zieles unterstützen. So lernst du zum Beispiel „zufällig“ die richtigen Leute kennen, ein wichtiges Buch fällt dir im Buchladen ins Auge, das etwas mit deinem Ziel zu tun hat, oder du bekommst eine Gelegenheit etwas zu tun, vielleicht einen Vortrag zu halten, oder etwas Ähnliches, das dich deinem Ziel näher bringt.

Sprich über deine Ziele!

Um einmal bei meinem Paris-Beispiel zu bleiben: du berichtest vielleicht in einer Gesprächsrunde von deiner Absicht spätestens im Oktober eine Woche in Paris verbringen zu wollen und jemand sagt: Oh, ich habe da eine sehr nette Freundin, die hat ein kleines Appartement, das sie manchmal günstig vermietet. Oder du erfährst von einer günstigen Mitfahrgelegenheit.

Weil und solange deine Aufmerksamkeit auf das Thema deines Zieles gerichtet ist, ist deine Wahrnehmung in Bezug darauf geschärft. Die Fokussierung der Aufmerksamkeit ist ein neuronaler Vorgang im Gehirn, den man sogar mit den heutigen bildgebenden Verfahren beobachten kann. Also nutze dieses Wissen:  Aufmerksamkeit ist eine subjektiv realisierende Energie im Gehirn! Dein Bewusstsein ist in Bezug auf dein Ziel wach und präsent.

Dein Ziel „Paris“ bleibt so lange in deinem Denken und Wahrnehmen fixiert, bis du das Ziel erreicht hast. Wenn du jemand bist, der sich leicht ablenken lässt, dann übe deine Aufmerksamkeit zu fokussieren. Da gibt es einfache und leicht zu trainierende Übungsmethoden. Hol deine Aufmerksamkeit immer wieder auf dein Ziel zurück, lass es nicht aus den Augen! Bis du es erreicht hast.

Der Wille

Das erste W der ZAWAW-Formel steht für den Willen.

Du merkst schon: um die Aufmerksamkeit fokussiert auf deinem Ziel zu halten, brauchst du die Fähigkeit deine Aufmerksamkeit zu lenken. Du brauchst dafür einen starken Willen. Du brauchst manchmal ganz schön viel Eigensinn. Da gibt es immer Dinge und Leute, die einen vom eigenen Ziel abbringen wollen, die deine Aufmerksamkeit auf ihre eigenen Absichten ablenken wollen.

Da kommen solche Bemerkungen wie: „Och, was willst du denn in Paris? Prag oder die Ostsee sind doch auch ganz schön und viel billiger.“ Oder: „Warum willst du denn bloß jetzt noch so eine Ausbildung machen? Da musst du ja wieder mindestens zwei Jahre pauken und Geld verdienst du in der Zeit auch nicht!….“ Oder im Internet surfen ist doch auch so interessant – da vergisst man leicht, was man eigentlich vorhatte.

Dein Wille lenkt deine Aufmerksamkeit auf dein Ziel Klick um zu Tweeten

Du brauchst deinen Willen, deine Entscheidungskraft über deine Aufmerksamkeit. Eigenwilligkeit wird von anderen manchmal als „Sturheit“ oder sogar als „Egoismus“ kritisiert. Aber wenn du keinen starken Willen hast, um deine Aufmerksamkeit zu lenken, hast du auch keine Disziplin und Beharrlichkeit, um auf deinem Weg zum Ziel zu bleiben. Dein Wille lenkt deine Aufmerksamkeit auf dein Ziel.

Aktion!

Die ersten drei Buchstaben der ZAWAW-Formel betreffen „innere Faktoren“, geistige Voraussetzungen, die sich im Gehirn abspielen. Dein Ziel denkst du dir und du stellst es dir mit deiner Fantasie vor und du fühlst dich damit gut und stark. Dein Wille, deine Entschiedenheit mit der du deine Aufmerksamkeit fokussierst, spielt sich ebenfalls noch im Gehirn ab. Aber jetzt wirst du praktisch. Jetzt überträgt sich der fokussierte Wille auf deine Motorik!

Aktion ist angesagt. Genug gedacht und gefühlt: jetzt geht es los. Du krempelst die Ärmel hoch und tust, was du entschieden hast. Aktion – beweg dich! Schreib dir eine Checkliste, welche Informationen du bis wann brauchst, welche Unterstützung du von wem bekommen kannst, mit wem du welche Fragen klären willst, wie du die nötigen finanziellen Mittel für dein Ziel zusammen bekommst.

Ein terminiertes Ziel, das du wirklich erreichen willst, auf das du deine Aufmerksamkeit fokussierst, ruft dich zur Aktion. Kein Platz für Prokrastination: jetzt ist der Moment der Macht. Jetzt legst du los. Jetzt tust du was getan werden muss, um deinem Ziel Schritt für Schritt näher zu kommen.

Wertschätzung

Das letzte „W“ steht für Wertschätzung, für die Anerkennung des Erreichten.

Schau hin wo dein Pfeil angekommen ist. Schau, ob und wie du dein Ziel erreicht hast. Feiere dich „in Paris“. Beglückwünsche und freue dich, dass du es geschafft hast. Genieße es am Ziel angekommen zu sein. Mach eine Pause und freue dich da zu sein. Mach eine Party, wenn du deine anspruchsvolle Weiterbildung geschafft hast und belohne dich für die Zielerreichung!

Viele Menschen, die unter dem Sog oder dem Druck von Leistungsdenken leiden, die immerzu effektiv und dynamisch sein müssen, die immer mehr haben und besser sein müssen, können Erreichtes nicht wertschätzen. Sie mögen nicht innehalten und sich über das Ergebnis freuen. Geschafft, also weiter zur nächsten Hürde. Keine Zeit für Wertschätzung.

Erkenne jeden kleinen Erfolg an! Klick um zu Tweeten

Schneller, weiter, höher, ohne Innehalten. So bringen sich Menschen selbst um den Erfolg. Denn ohne Wertschätzung kein Erfolg! Mangelnde Wertschätzung kreiert Unzufriedenheit und das Gefühl von Getriebensein. Wozu Ziele verfolgen, wenn dir das Ankommen nichts bedeutet? Feiere, wenn du am Ziel angekommen bist! Wertschätze dein Ergebnis.

Wichtig ist die Wertschätzung auch dann, wenn der Pfeil nicht genau im Ziel, sondern ein wenig daneben gelandet ist. Auch das gilt es zu wertschätzen. Wieso ist da gelandet? Woran hat es gelegen? Wie könnte ich es das nächste Mal anders oder so machen, dass ich zielgenauer handele? Gut: ich habe es getan, ich habe eine Erfahrung gemacht, ich habe etwas verwirklicht und ich habe etwas dazu gelernt.

Ich habe ein Ziel verfolgt und etwas erreicht.

Irgendwer hat einmal gesagt: wenn du auf den Mond zielst und schießt daneben, dann landest du bei den Sternen. Und das ist doch auch ein schönes Ergebnis.

Friederike Luise Matheis


 

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Ein Kommentar

  1. Ein sehr schöner Artikel – sehr klar formuliert. Doch was, wenn alle Punkte der Formel konsequent angewendet wurden, und das Ziel wird nicht annähernd erreicht, obgleich es nicht unrealistisch ist?

    Nach meiner eigenen Erfahrungen müssen für manche Ziele auch „Raum und Zeit“ passend sein, Möglicherweise wird ein ambitioniertes Ziel nicht erreicht, weil die Zeitqualität dafür noch nicht reif ist. Dann hat man versucht, es außerhalb des Universellen Gesetzes von Rhythmus und Schwingung zu verwirklichen. Hier kommt also noch ein intuitiver Faktor dazu, oder anders gesagt: Es braucht die Fähigkeit, sich in den Fluss des Großen Ganzen hineinzufühlen und sein Ziel mit dem „Höheren Ziel des Universums“ zu synchronisieren. Wer solche „höheren Ziele“ verfolgt, braucht in ganz besonderen Maß Durchhaltevermögen und Vertrauen – und eine besondere Wertschätzung für die eigene Seele.

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