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Fasten für mehr Genuss im Alltag

Als ich ein kleines Kind war gab es bei uns ganz, ganz selten mal Mozzarella. Ich hatte jedes Mal das Gefühl, noch nie etwas annähernd so leckeres gegessen zu haben. Später war Mozzarella dann in jedem Supermarkt zu kaufen und auch häufiger auf unserem Speiseplan zu finden. Ich habe ihn immer noch gern gegessen, aber es war nie mehr diese unbeschreibliche Entzückung und Begeisterung.

Auch bei anderen Lebensmitteln oder Tätigkeiten habe ich einen ähnlichen Effekt erlebt. Solange etwas wirklich selten und besonders blieb, konnte ich es um ein Vielfaches mehr genießen und mich dran erfreuen, als wenn es alltäglich wurde. Und der Blick auf mein Umfeld zeigt mir, dass es nicht nur mir so geht.

Bewusster Verzicht kommt an

Wir leben in einer Zeit und einer Gesellschaft, in der wir so ziemlich alles zu so ziemlich jeder Zeit haben können. Kaum jemand von uns hat echten Mangel kennengelernt. Wir haben in vielen Bereichen deutlich mehr als wir brauchen. Gerade deshalb ist es umso spannender ganz bewusst zu entscheiden, bestimmte Dinge einfach mal nicht haben zu wollen.

Die Fastenzeit bietet sich hierzu besonders an, weil zu dieser Zeit traditionell viele Menschen, quer durch alle Gesellschaftsschichten, auf etwas verzichten. Die einen verzichten vorübergehend auf Zucker, Süßigkeiten, Fleisch oder Alkohol. Die anderen wollen die Gelegenheit nutzen und ihre Ernährung gleich dauerhaft umstellen und vielleicht auch noch ein paar Kilos verlieren.

Andere wiederum nutzen die Zeit um eine Angewohnheit abzulegen, wie z.B. häufiges Nutzen von Smartphone oder Tablet, ausgeprägten Fernsehkonsum oder exzessives Computerspielen. Ein paar sehr gelungene Inspirationen, wie Fasten aussehen kann, findest du auch unter „Inspirationen für eine befreiende Fastenzeit“

Plädoyer fürs Fasten

Auch ich faste (Süßigkeiten und jede Form von Naschereien), und das nicht aus religiösen Motiven, sondern weil ich überzeugt bin, dass gelegentlicher Verzicht dazu beiträgt, bewusster zu leben und zu genießen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um bestimmte Lebensmittel oder Angewohnheiten handelt, solange das, worauf ich verzichte, für mich persönlich eine Bedeutung hat.

Natürlich hat das Fasten auch ganz direkten und unmittelbaren Nutzen. Sechs Wochen ohne Süßigkeiten, ohne Zucker, ohne Alkohol etc. – das gibt dem Organismus wirklich mal die Chance sich zu regenerieren.

Auch ist es im Anschluss viel einfacher, gesundheitsbewusste Verhaltensweisen zu etablieren, da der gelegentliche Konsum von Zucker, Kuchen, Eis, Schokolade o.ä. plötzlich keine Einschränkung mehr ist, sondern im Vergleich zum vollständigen Verzicht während der Fastenzeit eine angenehme Lockerung.

Gelegentlicher Verzicht trägt dazu bei, bewusst zu leben und zu genießen Klick um zu Tweeten

Der Verzicht auf bestimmte Angewohnheiten wie z. B. Fernsehen, schafft darüberhinaus freie Zeit, die wir plötzlich anderweitig nutzen können, oftmals viel sinnvoller und gewinnbringender, als es vor dem Bildschirm der Fall wäre, z.B. in Form von (gemeinsamen) Freizeitaktivitäten. Und selbst wenn zuerst nur Langeweile auftritt, ist das doch eine spannende Erkenntnis, die dir die Chance gibt, konstruktiv damit umzugehen, also etwas anderes auszuprobieren.

Alles eine Frage der Perspektive

Von manchen Menschen wird man nur milde belächelt oder sogar offen verlacht für diese Selbstkasteiung. Der freiwillige Verzicht im Angesicht des Überflusses wird als unnötige Quälerei, teilweise sogar als absurde Dummheit betrachtet. Doch tatsächlich muss der (zeitweilige) Verzicht keine Qual sein.

Wie so oft im Leben ist es eine Frage der Herangehensweise und der Perspektive. So weiß ich aus Erfahrung, dass ich es schaffen kann, sechs Wochen auf Süßigkeiten zu verzichten, obwohl ich ein großer Freund von guter Schokolade und Kuchen bin. Ich weiß, es ist eine Herausforderung, es ist nicht ganz leicht, aber ich kann es schaffen.

Beim Fasten findet eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum und den eigenen Bedürfnissen statt Klick um zu Tweeten

An solchen selbstgesetzten Herausforderung kannst du wachsen und lernen, dass du selbst etwas erreichen und bewirken kannst. So stärkst du durch bewussten Verzicht ganz direkt dein Selbstvertrauen. Auch wenn du vielleicht nicht ganz durchhältst oder immer mal wieder in die gewohnten Routinen verfällst, kannst du viele Erkenntnisse über dich und deine Bedürfnisse gewinnen.

Für mehr Genuss und Lebensfreude

Wer schon mal mehrere Wochen oder Monate den bewussten Verzicht gelebt hat, kann das sicher bestätigen: das erste Stück Schokolade oder Kuchen nach der Fastenzeit schmeckt gleiche dreimal oder viermal so gut. Manch eine stellt sogar fest, dass ihr der Verzicht viel leichter fällt, als sie selbst gedacht hatte.

Es findet also ganz klar eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum und den eigenen Bedürfnissen statt. Durch diese Auseinandersetzung wirst du viel bewusster und achtsamer. Du hast dir ganz einfach die Möglichkeit geschaffen mehr bewussten Genuss in dein Leben zu lassen. Und ein genussvolleres Leben ist schon fast automatisch ein zufriedeneres Leben!

Das Schöne daran ist, dass du nicht erst bis zum Ende der Fastenzeit warten musst. Mir ist es regelmäßig so ergangen, dass ich durch den Verzicht auf etwas Bestimmtes, meine Vorliebe für etwas Anderes entdeckt habe. Im Fall von Zucker waren es selbstgemachte grüne Smoothies. Auch das ist ein Gewinn für mich gewesen; noch dazu einer, der sich auch über die Fastenzeit hinweg erhalten lässt.

Einfach ein besseres Leben

Du hast sicherlich schon gemerkt, dass ich ein großer Fan von freiwilligem Verzicht und Fasten bin. Auch wenn es zuerst nur wie selbst auferlegte Anstrengung aussieht, entpuppt es sich auf Dauer als großer Gewinn.

Aber natürlich solltest du nicht übertreiben und dich nicht selbst quälen. Deine eigenen Grenzen sind auch hier überaus wichtig. Es geht nicht darum, dich mit anderen zu messen, sondern es geht darum, dein eigenes Maß an motivierender Herausforderung zu finden.

Der vorübergehende Verzicht auf Angewohnheiten hilft dabei, sich neue Angewohnheiten anzutrainieren. Klick um zu Tweeten

Wenn du es noch nicht probiert hast, kann ich dir nur empfehlen, es noch zu tun. Du brauchst dafür nicht zwingend den Rahmen der Fastenzeit und kannst dich ja zuerst einmal auch mit einem kürzeren Zeitraum begnügen.

Fasten ist Loslassen

Eigentlich ist Fasten nichts anderes als sich von einer Gewohnheit zu lösen. Ich lasse eine Angewohnheit los, beispielsweise das nachmittägliche Stück Kuchen oder den routinemäßigen Griff zum Smartphone.

Das Loslassen von Gewohnheiten und Ersetzen durch andere Gewohnheiten kann geübt werden. Und somit hilft dir der vorübergehende Verzicht auf liebgewonnene Angewohnheiten also auch, andere Gewohnheiten leichter verändern zu können.

Du kannst also nur gewinnen!

Wenn du Gewohnheiten verändern oder deinen Lebenstil grundlegend verbessern willst, aber noch nicht so genau weißt wie das geht, helfe ich dir gern weiter.


 

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2 Kommentare

  1. Liebe Angelina,
    ich kann dir da nur 100%ig zustimmen!
    Ich freue mich zum Beispiel jedes Jahr unglaublich auf die Spargelzeit (bald ist sie ja wieder – Hurra!), wo dann sechs Wochen lang ganz oft Spargel in allen Variationen gegessen wird und dann ist es wieder für dieses Jahr vorbei. Es wäre nicht so ein Genuss, wäre er das ganze Jahr verfügbar!
    Liebe Grüße, Vera

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