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Die große Unzufriedenheit oder warum Jammern nicht hilft

Mein Job macht mir keinen Spaß, in meiner Partnerschaft könnte es besser laufen, ich mache gar nichts Sinnvolles. Bei allen anderen „läuft“ es, sie haben mehr Spaß, mehr Geld, mehr Freunde, grübeln nicht so viel.

Halt Stopp!

Ist das wirklich wahr? Und – wird es durch das Jammern besser? Unser Leben besteht aus vielen Bereichen und ja, sicherlich läuft nicht immer alles nach Plan und sicherlich ist nicht immer alles TOP, aber muss ich mir durch den Teil meines Lebens, der gerade nicht so optimal läuft , mein komplettes Leben versauen lassen, muss sich dadurch mein Fokus verschieben?

Fokus, was ist das?

Die offiziellen Definitionen lauten: „Der Fokus oder Brennpunkt ist jener besondere Punkt einer abbildenden optischen Baugruppe, in dem sich Strahlen schneiden, die parallel zur optischen Achse einfallen“ oder „Etwas besonders beachten; etwas ausführlich / ausgiebig behandeln; einen Aspekt besonders berücksichtigen; den Schwerpunkt auf etwas setzen.“

Wenn wir uns auf etwas fokussieren, so nehmen wir es verstärkt wahr. Klick um zu Tweeten

Nur der zweite Teil davon interessiert uns bei diesem Thema, nämlich: Etwas besonders beachten, den Schwerpunkt darauf setzen. Wenn wir uns auf etwas fokussieren, so nehmen wir es verstärkt wahr.

Beispiel gefällig? Ihr wollt Euch ein neues Auto kaufen und denkt: Ja, ich nehme ein grünes, das hat nicht jeder – und plötzlich seht Ihr auf den Straßen nur noch grüne Autos.
Ihr überlegt: Eigentlich könnte ich ja mal einen Tanzkurs machen und seht plötzlich überall Tanzschulen, Berichte in Zeitschriften oder Fernsehen über das Tanzen, Anzeigen: Tanzpartner gesucht

Unbewusst richtet Ihr Euren Fokus aus, auf genau die Dinge, die Euch beschäftigen – egal ob negativ oder positiv

Und aus diesem Grund „laufen“ euch diese Dinge dann so oft über den Weg. Das Dumme ist, dass das mit „negativen“ Dingen genau so geht.

Ein Beispiel: Ihr werdet wach und, oh Schreck, verschlafen. Schnell unter die Dusche. Shampoo leer. So kann der Tag ja gar nicht mehr gut werden! Das Brot fällt runter (natürlich mit der gebutterten Seite auf die Fliesen). Auf dem Weg zur Arbeit sind alle Ampeln rot, die Kollegen haben schlechte Laune, usw. usw.

Wenn ich dann auch noch anfange zu jammern: Ist ja klar, dass mir das wieder passiert, warum immer ich, ich bin eben auf der Verliererstraße, dann kommen wir so richtig in den negativen Gedankenstrudel rein.

Noch einmal STOPP!

Vielleicht ist gleichzeitig auch noch dieses passiert:
Das Brot hat nur knapp den Teppich verfehlt (wodurch die Sauerei noch viel größer geworden wäre), Die Ampeln waren rot, aber diesmal kein allmorgendlicher Stau, der Kollege hatte einen Kaffee mitgebracht, was Ihr in eurem Brass aber völlig übersehen habt.

Der Fokus lag den ganzen Tag, durch das eine negative Erlebnis (verschlafen) und die Jammerei, nur auf unschönen Dingen – alles Positive habt Ihr gar nicht wahrgenommen. Ähnlich ist es auch, wenn in einem Bereich Eures Lebens im Moment nicht alles glatt läuft.

Wir neigen dazu, die positiven Dinge in den anderen Bereichen zu übersehen.

Manch einer ist vielleicht im Job unzufrieden, sieht darin nicht die Erfüllung seines Lebensziel, sondern „nur“ Geld verdienen (mal ehrlich, so ist es doch in den meisten Fällen). Ein anderer geht völlig in seinem Beruf auf und hat dadurch nur wenig Zeit für das Privatleben (was ihn unglücklich macht).

Aber wie vorher schon gesagt, dass Leben besteht aus so vielen Bereichen! Und oft ist es so, dass man in 8 von 10 Bereichen zufrieden und glücklich ist und die anderen beiden sich in Gedanken so aufplustern, dass sie alles überschatten.

Was da hilft?

Richtig! Blickrichtung ändern, neu fokussieren. Und wie geht das? Macht Euch am besten eine Liste mit den Bereichen eures Lebens (Beruf, Partnerschaft, Hobby, Freunde, Familie, etc..). Dann notiert zu den einzelnen Bereichen, was besonders schön ist, dahinter dann, was so bleiben soll und was Ihr positiv ausbauen wollt.

Alles das, was so bleiben soll ist schon TOP! Von dem, was Ihr ausbauen wollt, sucht Ihr das aus, was euch am meisten Spaß macht und dann los: sorgt dort für noch mehr positive Ereignisse!

Und das, was ich überhaupt nicht mag, aber nicht ändern kann?

Ganz einfach: Akzeptieren und annehmen und den Fokus auf die Dinge und Bereiche legen, die toll sind im Leben. Dann werdet Ihr sehen, dass in der Summe so viel Positives da ist, dass man einigen Dingen einfach leben kann, ohne, dass sie zur Gewitterwolke werden.

Noch ein Beispiel: Ok, der Job ist nicht wirklich toll, NUR zum Geld verdienen hat keinen tieferen Sinn, er befriedigt meinen Anspruch an eine sinnvolle Tätigkeit nicht, denn ich will durch meinen Job etwas in der Welt bewegen. Aber, den Job wechseln geht nicht. Das Geld brauche ich.

Die Positiv-Liste

OK, dann mal sehen, was die Liste ergeben hat. Vielleicht relativ viel Freizeit? Ok, dann könntet Ihr das, was Ihr im Job bewegen wollt in Eure Freizeit verlagern, vielleicht eine ehrenamtliche Tätigkeit, ein neues Hobby, das Euch Sinn gibt, das Engagement in einem Verein?

So könnt Ihr Euren Ansprüchen genügen, Eure Bedürfnisse befriedigen und Eure Welt ist wieder im Lot!

Ihr werdet sehen, je mehr Ihr euren Blick auf die positiven Dinge richtet, umso mehr schöne Dinge werdet Ihr entdecken und das führt zu einem Kreislauf der Zufriedenheit.

Ja und wieso ist das bei allen anderen besser?

Ist es nicht. Seht Ihr die anderen, fokussiert Ihr Euch meist auf die Dinge, die sie haben und die Ihr auch gerne hättet. Und Ihr wisst ja jetzt, wozu das führt, wenn man sich auf etwas fokussiert. Außerdem könnt Ihr manche Dinge über andere Leute gar nicht wissen (denn niemand hat ein Schild auf dem Kopf: Werde mich demnächst trennen, bin krank, werde arbeitslos..).

Ihr seht nur einen Bruchteil, lasst das bitte nie außer Acht.

Das Fazit: Weniger jammern und vergleichen, mehr auf alles Positive fokussieren, das Leben genießen, Ihr habt nur eins.

Liebe Grüße
Melanie Steinkamp

 

PS: Wer tiefer in solche Themen einsteigen möchte ist herzlich willkommen zu meinen kostenlosen „Jetzt Erfolgreich Praxisabenden“ (Termine auf www.Coachsteinkamp.jimdo.com) oder kann natürlich gerne ein Coaching bei mir buchen


 

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