Persönlichkeit und Lernen Persönlichkeitsentwicklung

Wann ist der Mann ein Mann?

In Zeiten weiblicher Emanzipation und abwesender Väter, ist das männliche Rollenbild ins Wanken geraten. Frauen erleben seit gut 100 Jahren eine immer tiefer greifende Emanzipation.

Doch was geschieht derweil mit dem Mann? Entwickelt er sich weiter? Und was ist seine würdevollste und ehrlichste Antwort auf all die Herausforderungen, die sich vor ihm auftürmen?

Viele Männer erfahren gegenwärtig – bewusst oder unbewusst – eine tiefe Identitätskrise

Frauen sind nicht mehr von Männern abhängig – weder im Job, noch wirtschaftlich, noch in der Erziehung und faktisch nicht einmal mehr zur Fortpflanzung.

Die männliche Evolutionsgeschichte

Die männliche Rolle war über Jahrtausende geprägt von Jagd, Kampf und Aggression. Diese Fähigkeiten waren lange Zeit für die Menschen überlebenswichtig, garantierten das Überleben der menschlichen Rasse.

Die typisch männlichen Werte und Eigenschaften waren Mut, Stärke, Willenskraft, Disziplin und Zielstrebigkeit und dementsprechend sah dann auch die typisch männliche Sozialisation aus. Es waren ausschließlich „äußere Werte“, für die ein Mann stand.

Der Mann in unserer Gesellschaft

Wirft man heute einen Blick in die Chefetagen vieler Unternehmen, so läßt sich sehr leicht feststellen, dass die meisten Führungspositionen nach wie vor von Männern besetzt werden. Und mehr als neunzig Prozent aller Posten in den Aufsichtsräten werden ebenfalls von Männern besetzt. Und auch was der Verdienst anbetrifft, so verdienen Männer im Durchschnitt immer noch mehr als Frauen. Ebenso werden Männer weiterhin das starke Geschlecht genannt.

Und doch – die Bedeutung des Mannes in unserer Gesellschaft hat sich in den vergangenen fünfzig Jahren sehr stark gewandelt

In Wirklichkeit stehts um den Mann mehr als kritisch und viele Männer wissen es noch nicht einmal.

Anhand der nachfolgenden Fakten möchte ich dies noch verdeutlichen:

  • Männer sterben heute rund sechs Jahre früher als Frauen
  • Männer scheitern immer wieder in Intimbeziehungen (nahezu jede dritte Ehe zerbricht, wobei in vier von sechs Fällen die Frau die Scheidung einreicht)
  • Knapp achtzig Prozent aller Verurteilungen wegen körperlicher Gewalt betreffen Männer und siebzig Prozent der Opfer von Gewalttaten sind Männer
  • Über (!) 90 Prozent der Gefängnisinsassen sind Männer
  • Männer begehen etwa vier Mal häufiger Selbstmord als Frauen
  • In den Schulen sind drei Viertel der Kinder mit Verhaltensstörungen Jungen und mehr als zwei Drittel der Kinder mit Lernschwierigkeiten sind ebenfalls Jungen
  • Schätzungsweise fünf Millionen Männer leiden an sexuellen Schwierigkeiten wie Impotenz oder Lustlosigkeit

Der Stärkung des Weiblichen in unserer Gesellschaft steht eine wachsende Missachtung des Männlichen und eine Reduzierung auf negative Verhaltensweisen und Charaktermerkmale gegenüber.

Männlichkeit wird heute weitgehend mit negativen Assoziationen wie Gewalt, Krieg, Rücksichtslosigkeit, sexueller Belästigung, Vergewaltigung und der Zerstörung der Erde verbunden.

Bestimmen Sie Ihre eigene Position als Mann

Was man ebenso in den vergangenen Jahren erkennen konnte, war, dass sich Männer und Frauen zunehmend ähnlicher wurden. Und dabei geht es um keine theoretische Betrachtungsweise, sondern um eine, vor allem für die Männer, ganz pragmatische Herangehensweise, da der Mann in einer Art Identitätskrise steckt.

  1. Wie finden Männer zu ihrer wahren Identität?
  2. Wie können Männer und Frauen wirklich zueinander finden, um eine glückliche Beziehung miteinander zu führen.

In der therapeutischen Praxis mit Paaren zeigt sich vor allem immer wieder sehr deutlich, dass eine Verunsicherung über die eigene Geschlechtsidentität die Paarbeziehung sehr belastet und sich geradezu zerstörerisch auf die Sexualität auswirkt.

Frauen sehnen sich nach „richtigen“ Männern

Männer, die sich ihrer selbst sicher sind und sich nicht wie kleine, verletzte Jungs verhalten. Es ist offensichtlich was sich Männer und Frauen wünschen: Beide wollen keinen geschlechtsneutralen Partner, sondern eine feminine Frau und einen maskulinen Mann.

Was braucht es zum Mannsein?

Lassen Sie mich Ihnen als Mann zunächst eine einfache Frage stellen: Sind Sie glücklich? Oder tun Sie vielleicht nur so und hoffen, das Glück durch diese Vortäuschung eines Tages doch noch zu erhaschen? Lassen Sie sich ruhig ein bisschen Zeit mit der Antwort.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Es liegt mir fern, Sie in irgendeiner Art und Weise zu verärgern. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass nur die direkte Herangehensweise wirklich hilft und auch nur ein Weg, der für viele Männer eher unbekannt ist:

Der Weg über das innere Erleben und Erfühlen!

Es liegt mir auch fern, mich mit erhobenem Zeigefinger hinzustellen. Mein Herzenswunsch ist es, Sie und auch andere Männer auf ihrer „Entdeckungsreise“ ein Stück weit zu begleiten und zu unterstützen, wenn Sie es wirklich wollen.

Die nachfolgenden Fragen können Ihnen beim Erforschen Ihrer „Innenwelt“ helfen. Lassen Sie sie erst einmal einfach „sacken“ und versuchen Sie nicht, die Fragen lediglich mit Ihrem Verstand zu beantworten, denn so wird sich kaum etwas wirklich verändern lassen. Der Veränderungsprozess braucht seine Zeit und geht über Ihr inneres Er-leben und Er-fühlen.

  • Wollen Sie als Mann Ihr volles Potential leben und es in die Welt tragen?
  • Wollen Sie in einer wirklich glücklichen und erwachsenen Beziehung leben, mit erfüllender Sexualität?
  • Wollen Sie beruflich so richtig durchstarten und erfolgreich sein?
  • Wollen Sie ein wirklich guter Vater sein und auch ein Vorbild für Ihre Kinder sein?
  • Wollen Sie sich in Ihrem Körper wohl und vital fühlen?
  • Wollen Sie ein kraftvolles, starkes Leben, voller Selbstvertrauen führen?

Wie Sie vom Opfer zum Schöpfer Ihres Lebens werden

Es gibt zwei Arten, Dinge und Ereignisse in Ihrem Leben zu betrachten: Die Art, die Kraft verleiht und die Art, die schwächt.

Viele Männer fühlen sich als Opfer und nehmen nur eingeschränkt Einfluss auf ihr Leben. Schauen Sie sich einmal die wichtigsten Bereiche Ihres Lebens an – wie Beruf, Partnerwahl, Kinder oder den Wohnort. Sind Sie der Entscheider in Ihrem Leben? Von welchen Sachzwängen (oder waren es Zufälle) haben Sie sich leiten lassen?

Die Opferhaltung ist weit verbreitet und spiegelt eine Ablehnung der Verantwortung für das eigene Leben wieder. Eine Haltung zum Leben, die stärkt, ist die des Schöpfers. Der Schöpfer übernimmt die Verantwortung für alles, was er denkt, sagt und tut.

Diese Haltung stärkt Sie in Ihrer Selbst- und Fremdwahrnehmung!

Ich begleite Sie auf Ihrer Heldenreise!

 

Machen Sie es gut!

Ihr Männercoach

Hermann J. Püllen


 

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10 Kommentare

  1. Hallo Hermann,
    vielen Dank für diesen interessanten Artikel! Ich finde deine Fragen zur Selbstreflektion sehr gut, auch wenn ich mich nicht als Opfer fühle … Und sehr treffend finde ich deine Formulierung „Eine Haltung zum Leben, die stärkt, ist die des Schöpfers“.
    Danke für deine Impulse und frohes schaffen!
    Joachim

    1. Hallo Joachim,

      zunächst einmal ganz lieben Dank für dein Feedback. Ich finde, dass wir uns ja gerade durch die Möglichkeit der Selbst-
      reflektion gegenüber anderen Lebewesen unterscheiden, doch leider sieht die Realität häufig völlig anders aus, wie wir ja wissen und dass war auch u.a. meine Motivation für dieses „neue“ Konzept. Zudem glaube ich, ist es an der Zeit, dass sich in der Beziehungslandschaft zwischen Männer und Frauen etwas tut. Da könnte ich jetzt mich locker noch seitenweise drüber auslassen, wie du dir sicher denken kannst, aber vielleicht, wenn es dich interessiert, können wir uns ja mal bei irgendeinem Treffen der Coaches (mir ist gerade der Plural nicht eingefallen…:-) ) ,ausführlicher darüber unterhalten.

      Ganz freundliche Grüße
      Hermann

  2. Hallo Herr Püllen,

    ich finde Ihren Artikel sehr anregend um sich mit diesem Thema endlich näher zu beschäftigen. Bei aller Emanzipation der Frauen wird die männliche Seite leider gern übersehen. Und es gibt schließlich Mann und Frau!
    Besonders deutlich werden die Probleme ja schon im Kindesalter – die Gender-Statistiken der Verhaltensauffälligkeiten sprechen für sich.

    Schöne Grüße,
    Beatrix Vecchioni

    1. Hallo Beatrix,

      danke für ihr Feedback. Ich bin mir auch darüber im klaren, das mein Artikel/Text für manche zu provokativ sein wird und er sich nicht so „schön“ lesen läßt, wie die meisten der anderen Beiträge, aber das war auch nicht meine Intention!:-)

      Nochmal ganz lieben Dank und es grüßt sie
      Hermann Püllen

  3. Hallo Hermann,

    ich sehe viele Punkte ähnlich wie Du, wie z.B., dass das Rollenbild des Mannes sich teils gewandelt hat durch die Emanzipation der Frau.

    Deinen Lösungsansatz kann ich jedoch nicht teilen, bzw. ich möchte es so ausdrücken: Ich würde einen anderen Fokus legen, um das Problem der Identitätskrise zu lösen.

    Nach wie vor sind Männer das „beschützende“ und das starke Geschlecht. Wenn es eng wird, fragt die Frau gerne nach einem Mann als Beschützer und Retter in letzter Not. Wenn Kraft und Stärke gefordert wird, sind wir zur Stelle, egal ob bei schwierigen Verhandlungen, lästigen anderen Männern oder gar Tieren, dem fiesen Boss, der bekloppten Lehrerin, die das Kind runter ziehen will, oder einfach nur mal um eine starke Hand parat zu haben, um das Glas mit den eingelegte Gurken zu öffnen… Es gibt so viele Situationen, in denen wir nach wie vor eine bedeutende Rolle in dieser Gesellschaft einnehmen.

    Männer, die jedoch ihre Fähigkeiten in diesen Bereichen verkümmern lassen, laufen schnell Gefahr, in die von Dir erwähnte Identitätskrise zu rutschen, weil eben Geld verdienen, eine Wohnung organisieren oder die Kinder erziehen auch alleine von Frauen bewältigt werden können.

    Bereiche, in denen Testosteron gefragt sind, bleiben nach wie vor unser Metier, weshalb ich hier genauso trainiere und meine Fähigkeiten entwickle, wie beispielsweise im Job oder beim Sport. Und genau das rate ich auch meinen Artgenossen. Trainiert eure Muskeln, macht Kampfsport, lernt in der Wildnis zu überleben, euch gegen andere Tiere zu behaupten usw… Das steigert ebenso ungemein die Attraktivität beim anderen Geschlecht und damit das eigene Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und den Selbstwert.

    Mit besten

    1. Hallo Ben,

      schön, dass Dich mein Artikel angesprochen hat, denn das war mein vordergründigster Wunsch.

      Mir ging es, mit meinem, sagen wir mal etwas „provokanten“ Artikel zunächst einmal darum, die akt. Situation von Männern aus meiner fast dreißigjährigen beruflichen Laufbahn zu beschreiben und sie dann im nächsten Schritt zum Nachdenken anzuregen, was ich ja scheinbar auch schon getan habe, dass zeigt mir ja auch Deine Antwort.

      Selbstverständlich biete ich hier in diesem Forum keine allgemeingültigen Lösungsvorschläge an, weil es den ebenso wenig gibt, wie es „den Mann“ nicht gibt.

      Allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es NUR über den Weg nach Innen geht, so wie ich es auch im Artikel kurz angedeutet habe. So haben viele Männer bspw. eine unbearbeitete „Vater-Geschichte“, die es gilt angeschaut zu werden. Nur so viel zu diesem sehr wichtigen Aspekt. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass sich viele Männer mit diesem „inneren Weg“ sehr schwertun.

      Ok Ben, dass soll es zunächst einmal gewesen sein. Gerne können wir uns weiter über dieses für uns Männer so wichtige Thema austauschen.

      Wünsche Dir noch eine gute Zeit und vielleicht bis später!

      Hermann J. Püllen

    1. Hallo Wolfram,

      ich antworte dir hier nochmal, weil ich auch möchte, dass sich andere interessierte Männer hier an dem wie ich denke, für uns so wichtigen Prozess beteiligen können.

      Auch dir herzlichen Dank für deine offene und ehrliche Frage.
      Gerade in Phasen der Veränderung(en) oder des Umbruchs, treten häufig auch die unterschiedlichsten Fragen auf. Nur leider können wir sie heute bedingt durch die vielfältigsten Ablenkungen, die uns auch häufig ganz recht sind, nicht mehr wirklich wahrnehmen, deshalb möchte ich dir auch unbedingt empfehlen, immer wieder Orte des Rückzugs aufzusuchen, wo wir uns ungestört mit unseren eigenen Gedanken und Gefühlen auserinandersetzen können. Wenn wir uns bspw. mit unserer „Vater-Geschichte“ beschäftigen, so kannst du mir mit Sicherheit glauben, dass sich da so einiges „in Bewegung“ setzt………und schon bist du mit deiner „Gefühlswelt“ im Kontakt.

      Wolfram, du kannst mich sehr gerne per PN anschreiben, falls du es für notwendig erachtest.

      Ansonsten wünsche ich dir eine „gute Reise“ und erfolgreiche Erkenntnisse.

      Viele Grüße
      Hermann

      1. Hallo lieber Hermann,
        danke für Deine wichtige Anregung. Diese Zeiten der Stille sind wirklich wichtig. In dem täglichen Programm der Dinge die zu tun sind, geht das viel zu schnell unter. Schließlich will ich auch noch genug Schlaf bekommen. Stellenweise geht sogar die Stille vor dem Einschlafen verloren. Dann merke ich, wie es mir immer schlechter geht.
        Das Programm des „Pflichtbewusstseins“ ist bei mir super stark, sogar wenn ich krankheitsbedingt eigentlich in Bett gehöre. Ich werde in Zukunft wieder stärker an mich denken, sonst geht mir das ans Herz. Ich habe eben den Trailer zum Film „e-motion“ (http://www.e-motionthemovie.com/) gesehen und das trifft es ganz genau – der Druck nimmt zu.

        Dir eine schöne Zeit – wir sprechen uns.

        Gruß
        Wolfram

  4. Hallo Hermann,

    ich denke auch, dass Mannsein mittlerweile fast immer auch etwas Identitätskrise mit sich bringt – und auch die statistische Datenlage sieht für Männer nicht immer rosig aus. Wobei das mit den Statistiken ja immer so eine Sache ist…auch andersrum könnte man da aus der anderen Perspektive einiges bemängeln.

    Mit einigen Vorschlägen, denen man sich als Mann annähern könnte, habe ich aber so meine Probleme. Die Forderung nach Selbstbewusstsein, Stärke und Selbstvertrauen zum Beispiel empfinde ich tatsächlich als völlig geschlechtsneutral. Wollen wir wirklich schüchterne, schwache und unsichere Frauen? Ich für meinen Teil bitte nicht!

    Auch Formulierungen wie „Frauen sehnen sich nach „richtigen“ Männern“ suggerieren eine Einheitlichkeit der Geschlechter, die so nicht haltbar und auch nicht sinnvoll ist. Ich möchte als Mann keinem Männlichkeitsideal hinterhereifern (sei es noch so selbstbewusst, stark und vital) und mir kommt die sozialpsychologische Perspektive hier zu kurz, die mit ziemlich validen Ergebnissen auf eine starke Vielfalt innerhalb der Geschlechter hinweist:

    Männer unterscheiden sich stärker von anderen Männern, als Männer generell von Frauen. Die „Klassifizierung“ bringt uns hier aus meiner Sicht nicht weiter. Es geht dabei nicht um Gleichmacherei, sondern darum, ein gewisses Maß an Individualität aushalten zu können. Der Mann darf weinen und gefühlsbetont sein – sofern das seiner Auffassung von Männlichkeit entspricht. Und es gibt selbstverständlich auch Frauen, die das zu schätzen wissen.

    Insgesamt finde ich deinen Artikel aber hilfreich – allerdings darfst du 80-90 Prozent der Hinweise gerne auch an Frauen adressieren 😉

    LG, Nils

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