Beziehung Liebe Partnerschaft und Familie

Sprichst Du die gleiche Sprache wie Dein Partner?

Wo sind sie hin, die „alten Gefühle“?

Viele von uns, die sich in einer längeren Beziehung befinden, fragen sich:

Ist es noch Liebe ?
Ist es nur Gewohnheit?
Was hat er/sie nicht früher alles für mich getan…
Wo ist es hin, dieses Feuer ?

Ganz einfach: Ein Teil dieses Feuers ist schlicht und einfach eine biochemische Reaktion im Gehirn: Das ist das Verliebt sein. Verliebt sein ist nicht das gleiche wie Liebe. Die rosarote Brille verschwindet und macht etwas viel tieferem, beständigerem Platz (wenn man es zulässt und es erkennt).

Und jetzt ???

Keine Sorge, das war nicht alles! Die Liebe ist noch da – man muss nur die Augen (und Ohren) aufmachen.

Aber woran erkenne ich die Liebe, die mein Partner für mich empfindet ?

Die Sprachen der Liebe:

Es gibt so viele Wege, dieses Gefühl auszudrücken. Der eine tut es durch Komplimente und Lob, der nächste durch kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten, ein anderer durch Zweisamkeit und bewusst miteinander verbrachte Zeit; wieder ein anderer durch seine große Hilfsbereitschaft oder vielleicht doch eher durch Zärtlichkeit und Berührungen.

Für jeden von uns spielen vielleicht all diese Dinge eine Rolle, aber meistens sehnt man sich nach einem oder zwei Punkten ganz besonders und äußert seine Zuneigung dem Partner gegenüber auch genau auf diese Art, spricht also diese bestimmte Sprache der Liebe (frei nach Gary Chapman).

Und welcher ist mein Dialekt?

Du bist Dir nicht sicher, welche Sprache du sprichst? Dann stelle Dir folgende Fragen:

  • Was vermisse ich am meisten?
  • Worüber mache ich meinem Partner oft Vorwürfe?
  • Was tue ich für meinen Partner (gern und aus ganzem Herzen)?

Versuche Deine Antworten den oben genannten Punkten zuzuordnen.

Und wie steht es um ihn oder sie ?

Überlege, welche der oben aufgeführten Punkte du im Verhalten Deines Partners erkennen kannst. Du wirst etwas finden, versprochen. Schau und höre genau hin.

Oh, wir brauchen ein Wörterbuch…

Du hast erkannt, dass ihr nicht ganz die gleiche Sprache sprecht ? Prima, das ist ein guter Anfang.

Ach ja, am Anfang: Da ist es egal, welche Sprache wir sprechen, durch den Hormoncocktail im Blut können wir gar nicht anders, als uns zu verstehen – dass sich das ändert ist normal.

Jetzt kannst Du dich auf die spannende Reise begeben, Dich ganz auf die Sprache Deines Partners einzulassen. Wenn du erkannt hast, welchen Dialekt er spricht und du versuchst, in genau dieser Art Deine Liebe auszudrücken werden sich erstaunliche Dinge in Eurer Beziehung tun.

Ein Beispiel:

Ich „spreche“ fließend Zärtlichkeit und Zweisamkeit, dafür stottere ich oft bei „Lob und Anerkennung“ und manchmal auch bei Hilfsbereitschaft (was meine Partnerschaft angeht).
Mein Mann spricht aber ganz deutlich „Hilfsbereitschaft“ und „ Lob und Anerkennung“. Wir könnten also prima aneinander vorbei reden.

Wenn ich ihm aber einfach mal Arbeit abnehme, ohne, dass er mich darum gebeten hat (Hilfsbereitschaft), oder einfach mal wieder sage, warum denn ausgerechnet ER der Mann ist, der zu mir passt (Lob und Anerkennung), dann wird ihm wieder ganz deutlich, wie viel ich für ihn empfinde. Es kommt genau da an, wo es hin soll:

Mitten ins Herz!
(welches Gefühl das ist, brauche ich wohl nicht zu erklären).

Dadurch wird er sich auch bemühen, mir zu zeigen, wie viel ich ihm bedeute – zunächst noch in seiner Sprache, ich muss es nur übersetzen.

Und Ich?

Ich kann und darf natürlich meinem Partner gegenüber auch ganz offen sagen, welche Sprache mir zeigt, wie sehr er mich liebt.

Ganz konkret zum Beispiel: „In Deinem Arm fühle ich mich so geborgen, ich spüre so deutlich, dass wir zusammen gehören, wenn Du mich berührst…“

Das wird er verstehen und so werdet ihr bald kein Wörterbuch mehr brauchen, um Euch zu verstehen. Probiert es aus!

Es lohnt sich wirklich und, wer weiß, vielleicht entsteigen auf einmal diesem tiefen warmen Gefühl wieder Schmetterlinge.

Ich wünsche Euch offene Augen und Ohren und einen spannenden Weg bei der Suche nach gemeinsamen Sprachen!

Grüße
Melanie

PS: All das vorher gesagte trifft auch auf das Verhältnis zu Freunden, Kollegen, Kindern und Verwandten zu. Lasst euch einfach mal darauf ein und seid erstaunt, was passiert.


 

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2 Kommentare

  1. Na, da werde ich doch mal schauen, ob ich noch herausfinde, welche Sprache mein Mann spricht. Auf die Schmetterlinge im Bauch freue ich mich schon.

    Eine wunderbare Vision: Menschen, die miteinander so sprechen, dass sie einander im Herzen berühren. Nicht nur Liebespaare, sondern alle Menschen.

    Herzliche Grüße

    Jutta

  2. Es geht meiner Meinung nach nicht immer darum, eine „neue Sprache“ zu erlernen wie kurz vor einem Auslandsaufenthalt, sondern zu lernen, die Sprache auf natürliche, authentische und ehrliche weise zu sprechen. Vor allem aber, seine Sprache so zu sprechen, dass Raum für „zwischen-den-Zeilen“ entsteht. Denn wie oft im Leben durfte ich schon erfahren – im Urlaub, auf Reisen, im Beruf, mit Handwerkern … – wie schön es ist, mit „Händen und Füssen“ zu kommunizieren.
    Also bevor ich mir den Druck mache, zu überlegen – und hier wird’s verkopft – was ich wie in welchem Slang sage, versuche ich DAS zu sagen, was aus meinem tiefsten Herzen heraus spricht. Und dann kann es nur unmissverständlich rüberkommen – vorausgesetzt, mein Gegenüber hört mir aufmerksam und offenen Herzens zu …

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