A.N.G.S.T – 5 Gründe, warum wir wirklich jammern

Buddha hat einmal gesagt: „Unsere Gedanken formen uns; wir werden, was wir denken“. Und was ist es, was unseren Gedanken Ausdruck verleiht? Ganz einfach: Es sind unsere Worte.

Eigentlich möchte doch jeder ein glückliches, vitales, erfüllendes, harmonisches und erfolgreiches Leben führen. Aber wenn wir durch die Welt laufen, hören wir ständig diese negative Tonspur aus Gejammer, Beschwerden, Lästereien und Klagen. Eine Studienreihe hat gezeigt, dass 60% aller Unterhaltungen negativ geprägt sind.

Jammern ist die Quelle

Was viele nicht verstehen ist, dass Jammern nicht nur ein Ausdruck von Unzufriedenheit ist. Es ist oft die Quelle der Unzufriedenheit selbst und die Bremse für ein glücklicheres und erfüllteres Leben. Wir sprechen den lieben langen Tag über die Dinge, die wir nicht wollen, erhoffen uns aber trotzdem ein erfülltes und glückliches Leben.

60% aller Unterhaltungen sind negativ geprägt. Klick um zu Tweeten

Woher kommt dieses Paradoxon, dass wir negativ sprechen, uns aber gleichzeitig Positives wünschen? Um dies zu verstehen, dürfen wir zunächst einmal verstehen, was hinter dem Jammern steckt.

A.N.G.S.T – Warum wir uns beklagen

Menschen klagen, jammern und lästern aus dem gleichen Grund, warum sie alles im Leben tun: Sie haben früh die Erfahrung gemacht, dass sie einen Nutzen daraus ziehen. Unwissend, dass der vermeintliche Nutzen ihm schadet, hat der Mensch diesen angenommen und jammert seither über Gott und die Welt.

Dabei gibt grundsätzlich fünf Gründe, warum wir jammern. Ich hab diese fünf Gründe mit dem Akronym ANGST abgekürzt. Es beginnt mit A wie

Aufmerksamkeit bekommen

Wir jammern und beschweren uns, weil wir dadurch Mitgefühl und Aufmerksamkeit von unseren Mitmenschen erhalten. Das war schon als Kind so: Wenn wir krank waren, bekamen wir eine extra Portion „Liebe“.

Wer glaubt, dass diese Strategie nur bei Kindern zu finden ist, darf gerne mal einen Blick in die Wartezimmer von Ärzten werfen. Diese sind gefüllt mit Mitbürgern, die gerne vom Arzt die so wichtige Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen.

Wenn wir keine Aufmerksamkeit bekommen, bleibt uns das Jammern Klick um zu Tweeten

Dieses Phänomen finden wir nicht nur in deutschen Arztzimmern. In Büros wird gejammert, um Anerkennung zu erhaschen. Und beim eigenen Partner, um Liebe zu bekommen.

Der Mensch ist und bleibt ein soziales Wesen, das auf zwischenmenschliche Interaktionen, Liebe und Zuwendung angewiesen ist. Und wenn wir diese nicht einfach so erhalten, bleibt uns ja noch das Jammern.

Der zweite Punkt ist:

Neid

Einer der Hauptgründe für das Nörgeln, Lästern, Kritisieren und Jammern ist, dass sich die meisten Menschen laufend mit ihrem Umfeld vergleichen. Fällt der Vergleich zugunsten der anderen Person aus, neigen manche dazu, genau über diese Person zu lästern.

Mit dieser Strategie versuchen wir unbewusst, uns selbst besser als die andere Person aussehen zu lassen. Wenn beispielweise ein Mitarbeiter über die schlechte Präsentation seines Chefs lästert, drückt er nicht nur aus, dass ihm die Präsentation nicht gefällt. Er möchte vielmehr damit sagen: „Ich kann so etwas besser“.

Der nächste und alltäglichste Grund für Jammern ist, wir wollen:

Gemeinsamkeit herstellen

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum sich die Menschen über das Wetter beschweren? Zu kalt, zu heiß, zu nass oder zu trocken. Es findet sich immer eine Wetterlage, an der man etwas auszusetzen hat. Wir jammern, obwohl doch niemand daran etwas ändern könnte.

Der einfache Grund dafür ist: Das Wetter ist etwas, dass wir miteinander teilen. Und sobald wir etwas teilen, erzeugen wir Gemeinsamkeit. Und diese Gemeinsamkeit verbindet.

Man fühlt sich verbunden und zugehörig, wenn man gemeinsam über etwas jammern kann Klick um zu Tweeten

Wer zusammen über einen Kollegen lästert, hat einen gemeinsamen „Feind“. Wer im Seniorenheim darüber jammert, dass früher alles besser war, teilt die gemeinsame Vergangenheit. Wer gemeinsam über eine Minderheit schimpft, bildet dadurch Verbindung zur eigenen Gruppe. Und auch Kinder lernen vom ersten Tag an, wie ihre Eltern kommunizieren. Jammern diese den ganzen Tag, übernimmt das Kind unbewusst genau dieses Kommunikationsmuster, um den Eltern zu gefallen.

Und wollen wir einmal nicht die Verbindung zu unseren Mitmenschen stärken, dann jammern wir, um:

Schlechte Leistungen zu rechtfertigen

Jeder von uns kennt die Mitbürger, die regelmäßig bereits vor dem Erledigen einer Aufgabe ausgiebig darüber schimpfen. Sie finden immer einen Grund, warum etwas nicht funktionieren wird. Wir nutzen also regelmäßiges Jammern und Schimpfen, um die eigene Leistung zu rechtfertigen.

Wir geben den Dingen im Außen die Schuld und schützen dadurch unser Selbstbild.

Es sind die Kollegen, die morgens ins Büro kommen und als erstes nach dem „Wie geht es dir? sagen: Ich hatte eine fürchterliche Nacht, meine Kinder haben mich wach gehalten, ich hab kein Auge zu bekommen…. Sie schimpfen auf Knopfdruck eine viertel Stunde los. Was sie wirklich sagen wollen ist: „Mir geht es nicht gut, erwarte heute ja keine Leistungen von mir.“

Der letzte Grund, warum viele Menschen ständig jammern ist:

Taktik

Viele Menschen jammern und beklagen sich, weil sie dadurch ein Ziel erreichen wollen. Wenn die Ehefrau über den Ehemann schimpft, dass sich der Müll schon wieder stapelt, der Vorgesetzte seinen Mitarbeiter harsch kritisiert, weil er die Deadline nicht erreicht hat und der Firmenvorstand über die schlechten Umsätze schimpft.

Sie alle verfolgen ein Ziel, aber haben nie gelernt, wertschätzend zu kommunizieren oder die Erfahrung gemacht, dass jammern „funktioniert“.

Obwohl die Ehefrau doch nur sagen möchte: „Schatz, mir ist es wichtig, dass der Müll nicht in der Wohnung ist, bitte bring ihn raus.“ Der Vorgesetzte: „Wir müssen das Projekt schnell fertig bekommen.“ Und der Vorstand: „Erwartet dieses Jahr keine Lohnerhöhung, uns geht es nicht gut.“

Wie eine Droge

So wie eine Droge im ersten Moment Wohlbefinden auslöst, hat Klagen auch einen kurzfristig nützlichen Effekt. Aber genau wie jede Droge, setzen die Nebenwirkungen nach kurzer Zeit ein. Der Preis, den wir langfristig für all das Jammern, Lästern und Klagen zahlen, ist hoch.

Wir bekommen Aufmerksamkeit, aber dafür geht es uns schlecht. Wir lästern über andere, fühlen uns selbst aber dadurch auch nicht größer. Wir schimpfen über das Wetter, fühlen uns dafür aber unwohl. Wir rechtfertigen unsere schlechten Leistungen, hemmen aber dadurch unser Potenzial. Wir manipulieren andere, verlieren aber dadurch die Wertschätzung und das Vertrauen.

Was kann ich tun?

Um langfristig ein glücklicheres, vitaleres, erfüllendes, harmonischeres und erfolgreiches Leben führen zu können, dürfen wir aufhören zu jammern und uns andere Strategien aneignen.

Aus diesem Gedanken ist die 22 Tage NICHT-Jammern-Challenge entstanden. Ein 100% kostenfreies Online-Challenge, in der die Teilnehmer von verschiedenen Experten regelmäßig Aufgaben, Impulse und Anregungen bekommen, um dem Jammern mit neuen Strategien entgegenzutreten. Wenn du also keine Lust mehr auf Jammern und Lust auf mehr Lebensfreude hast – ab dem 23. April 2017 hast du Gelegenheit, das zu ändern.

Klicke einfach auf das Bild und lass dich begeistern!

Denk daran: Wir sind beim Erschaffen und Gestalten unseres Lebens weitaus mächtiger, als wir glauben. Unsere Worte und unsere Gedanken formen jeden Tag, jede Stunde, ja jede Sekunde unsere Realität.

Oder wie Buddha es gesagt hat:

Unsere Gedanken formen uns; wir werden, was wir denken Klick um zu Tweeten

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“Peter Beer ist Autor, Gründer der Work & Life Academy und Experte für Mentaltraining, Resilienz, Stress- und Veränderungsmanagement. Sein einzigartiges Verständnis für die Bedürfnisse der Leistungsträger der nächsten Generation und seine unkomplizierter und innovativer Ansatz, zeigt wie gesundes, begeistertes und leistungsfähiges Arbeiten möglich ist!“ Coaching Portal Online Nach meinem Studium an der Hochschule in Regensburg arbeitete ich als Ingenieur in einem der größten deutschen Automobilkonzerne. Dort konnte ich hautnah miterleben, wie stressverschärfende Strategien und ungeschulte Führung das Potenzial der Menschen bremst. Mir wurde es eine Herzensangelegenheit daran etwas zu ändern, deshalb studierte ich am Institut für Psychologie in Hagen. Neben dem Psychologiestudium zertifizierte ich mich zum Coach, absolvierte den Master in NLP und gründete die Work & Life Academy, welche jungen Leistungsträgern und Führungskräften zeigt, wie es möglich ist die kommenden Herausforderungen gesund zu meistern. Standort: Regensburg

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