Mach‘ mal Pause!

Warum regelmäßige kleine Erholungspausen eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit und Erfolg sind

Wie regelmäßig machen Sie eine Pause? Nur einmal am Tag? Eine kurze Mittagspause? Und diese Pause wird öfters fürs Team-Meeting verwendet? Oder auch kleine Pausen zwischendrin? Oder sogar gar keine Pause?

Essen Sie das Brot aus der Brotbox und sitzen weiterhin am PC dabei und arbeiten? Oder zwischen zwei Mandanten oder Klienten wird mal schnell ein Happen gegessen? Und dann ist der Hunger zwischendrin sehr groß und Sie essen vielleicht eher Süßes oder holen sich schnell Fastfood auf dem Heimweg für die Bahn?

Falls Sie glauben, dass ich nun etwas über gute Ernährung schreibe, dann muss ich Sie leider enttäuschen. Dieses Fachgebiet überlasse ich den Experten hier. Aber ich möchte über Pausen und ihre große Bedeutung für unser körperliches und psychisches Wohlbefinden schreiben.

Oft ernte ich Kopfschütteln

Ich gebe regelmäßig individuelle Coachings zu Stressprävention und Burnout-Prophylaxe sowie Stressbewältigungs- und Schmerzbewältigungskurse in der orthopädischen Reha. In den Coachings und Trainings stelle ich regelmäßig die Frage „Wie oft gönnen Sie sich eine kleine Erholungspause?“. Seit Jahren antworten viele Teilnehmer und Klienten mit Kopfschütteln.

Einige sagen ehrlich „Ich lasse die Pause sein, damit ich nicht ganz so spät nach Hause zu meiner Partnerin oder meiner Familie komme“, „Anders würde ich alles nicht schaffen“, „Wenn ich zuhause bin, dann kümmere ich mich in meiner sogenannten Mittagspause schnell um den Haushalt bevor ich dann die Kinder abhole“ und so weiter.

Das ist ehrlich gesagt sehr ernüchternd. Vor allem, wenn man sich bewusst macht, wie wichtig eine Mittagspause und immer wieder regelmäßige Erholungspausen sind.

Wie oft gönnen Sie sich kleine Erholungspausen?

Wie sieht das bei Ihnen aus? Wie oft gönnen Sie sich kleine Erholungspausen? Und was genau machen Sie dann? Wie fühlen Sie sich danach? Und wie geht es Ihnen an solch einem Tag mit mehreren regelmäßigen kleinen Erholungspausen im Vergleich zu einem Tag, an dem Sie komplett durcharbeiten und von einem Termin zum anderen hetzen?

Wieso sind mir die regelmäßigen kleinen Erholungspausen so wichtig?

Zum einen möchte ich Sie als Führungskräfte und Verantwortliche in Unternehmen motivieren, wieder mehr auf sich und Ihre Mitarbeiter zu achten. Ein zufriedener und erholter Mitarbeiter kann ganz offensichtlich erfolgreicher bei seiner Arbeit sein als ein gehetzter und müder Mitarbeiter. Die Arbeitsfähigkeit eines Mitarbeiters aufrechtzuerhalten, ist ein sehr wichtiges Unternehmensziel.

Motivation und Prävention

Durch regelmäßige kleine Erholungspausen können die Mitarbeiter wieder motiviert und konzentriert an die Arbeit gehen. Dadurch – und natürlich auch durch eine wertschätzende Unternehmenskultur sowie gesundheitsgerechte und mitarbeiterorientierte Führung – können Sie als Führungskraft so manchen Bandscheibenvorfall, Burnout oder Arbeitsunfall bei Ihren Mitarbeitern aufgrund von Druck, Ermüdung und Anspannung verhindern.

Regelmäßige Pausen fördern Motivation und Konzentration Klick um zu Tweeten

Zum anderen möchte ich Ihnen als Privatperson ans Herz legen, Eigenverantwortung für sich zu übernehmen und wieder mehr auf sich und Ihre Gesundheit zu achten! Sie haben nur ein Leben und eine Gesundheit! Kümmern Sie sich darum, wie um Ihr Auto oder Ihren Garten!

Was hat meine Gesundheit mit meinem Auto  zu tun?

Fangen wir mal bei Ihrem Auto an. Mit Ihrem Auto fahren Sie auch nicht weiter, wenn es dampft und der Benzintank leer ist. Nein, Sie werden bei einer langen Autofahrt auch einmal anhalten und vor allem rechtzeitig tanken, damit Ihr Auto nicht schlapp macht und stehen bleibt.

Manchmal wird das Auto auch von außen und innen gepflegt, damit es wieder strahlt. Natürlich muss es auch regelmäßig zur Inspektion, damit es eine lange Lebensdauer hat. Und wenn unvorhergesehen Warnlichter auf dem Boardcomputer angehen, werden Sie recht schnell in die Werkstatt zur Klärung und Behebung fahren.

…und was mit meinem Garten?

Und nun betrachten wir einmal Ihren Garten. Wenn es nicht gerade regnet, werden Sie sicherlich regelmäßig abends nach der Arbeit Ihre schönen Blumen gießen und den Rasen sprengen. Außerdem werden verwelkte Blüten entfernt und der Rasen gemäht. Und dann werden die Blumen und der Rasen auch regelmäßig gedüngt, damit alles schön wachsen und gedeihen kann und schön erblüht und grünt.

Und was tun Sie für sich? Geht es vielleicht Ihrem Auto und Ihrem Garten besser als Ihnen? Wie tanken Sie Ihr Benzin? Wie laden Sie Ihren Akku auf? Wie regelmäßig trinken Sie etwas? Was tun Sie für sich, um Kraft zu schöpfen und von innen und außen zu strahlen? Und was machen Sie, wenn sogenannte Warnlichter aufleuchten?

Nehmen Sie sich ruhig ein paar Minuten Zeit, um einmal genau hinzusehen, was Sie für sich tun. Und dann überlegen Sie einmal, was Sie nicht für sich tun, obwohl Sie es sich – Ihrem Wohlbefinden, Ihrem Körper, Ihren Lieben – wert sein sollten.

Wie soll das denn im Alltag klappen?

Vielleicht schütteln Sie jetzt den Kopf oder murmeln „Regelmäßige kleine Pausen? DAs geht doch nicht im Alltag“. Ob Sie es glauben oder nicht, es ist sehr wohl möglich, mehr Verantwortung für sich zu übernehmen. Durch kleine regelmäßige Erholungspausen können Sie sehr wohl auf sich achten und Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit damit schützen.

Hier ein paar Anregungen, wie Sie ganz einfach regelmäßige kleine Erholungspausen in Ihren Alltag integrieren können:

Wie könnten Sie eine erholsame Mittagspause gestalten? Mit Kollegen? Dann suchen Sie sich solche aus, mit denen Sie über etwas ganz anderes als Arbeit und Projekte reden können und sich wirklich erholen können. Mit einem Freund oder einer Freundin? Oder für sich alleine bei einem Spaziergang oder bei einem leckeren Salat?

Micropausen

Wann und wie könnten Sie regelmäßig kleine Erholungspausen in den Alltag einbauen? Wann können Sie Ihre Arbeit sehr wohl einmal unterbrechen und kurz eine andere Haltung einnehmen und Abstand zur Arbeit finden?

So empfiehlt Saleh Amiralai alle 30 Minuten sogenannte Mikropausen zu machen und einmal aufzustehen und 2 Meter vom Schreibtisch oder Arbeitsplatz wegzugehen.

Hier ein paar Ideen für kleine 5-10-minütige Erholungspausen: Etwas zu trinken holen und dies in Ruhe genießen, auf dem Flur etwas auf und ab gehen, auf den Balkon oder ans Fenster gehen und den Blick in die Ferne schweifen lassen, ein paar Dehnungs- oder Entspannungsübungen machen, einen kurzen Smalltalk mit Kollegen führen.

Auch im Familienalltag wichtig

Und die regelmäßigen kleinen Erholungspausen sind nicht nur im Berufsalltag, sondern genauso im Familienalltag wichtig, damit Sie auf Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit genügend achten.

Noch mehr Tipps erfahren Sie in meinem Blogbeitrag „12 plus 2 Tipps, wie Sie kleine Erholungspausen in den Alltag integrieren können“.

Mein Abschlusstipp: Abends erholsam einschlafen

Um am nächsten Tag im Job und in der Familie erholt und fit zu sein, ist es auch wichtig, sich am Abend und beim Schlafen gut erholen zu können. Um am Abend schließlich entspannt einschlafen zu können, ist es wichtig, dass Sie auf regelmäßige kleine Erholungspausen am Tag achten und auch auf einen guten Abstand zu Ihren Alltagsverpflichtungen. Hier hilft es:

  • Wenn Sie sich ein Ritual überlegen, mit dem Sie gut Abstand zu Ihrem Job gewinnen können, z.B. eine Runde Sport direkt nach der Arbeit machen oder einen Augenblick Zeitung lesen bevor die Familienverpflichtungen kommen
  • Wenn Sie am Abend über positive Erlebnisse des Tages nachdenken
  • Wenn Sie vor dem Schlafen gehen durch Entspannungsübungen Körper und Geist beim Loslassen unterstützen

Wenn Sie noch mehr Inspirationen zum erfolgreichen Abschalten und für besseren Schlaf erfahren möchten, schauen Sie doch einmal hier: „Wie Sie erfolgreich abschalten und besser schlafen können“.

Nun wünsche ich Ihnen ganz viel Freude und Neugierde beim Erkunden und Umsetzen Ihrer Erholungsmöglichkeiten im Alltag

 

Herzlichst

 

Ihre Sabine Machowski

 

Written by 

Mein Name ist Sabine Machowski. Ich bin Diplom-Psychologin und ressourcenerzeugende Beraterin, Trainerin für Gesund Führen, Stressbewältigung, Schmerzbewältigung und Entspannungsmethoden sowie Heilpraktikerin eingeschränkt für Psychotherapie und angehender systemischer Coach. Standort: Bad Homburg vor der Höhe und Frankfurt Meine Arbeit ist vor allem durch das systemische und hypno-systemische Denken geprägt. Dies bedeutet für meine Klienten, dass ich vor allem ressourcenorientiert und lösungsorientiert arbeite und durch meine Neugier, meine Fragen und meine Wertschätzung mein Gegenüber unterstütze und stärke, seine eigene Lösung für sein Anliegen zu finden. So achte ich darauf, dass wir uns nicht zu lange in der sogenannten Problemtrance befinden, sondern uns vor allem auf die Lösungstrance konzentrieren und diese nutzen, Ressourcen in der Person zu erkennen und zu stärken, um die gewünschten Ziele und Veränderungen zu erreichen. Neben meiner professionellen psychologischen Haltung als Diplom-Psychologin, Beraterin, Coach und Trainerin bringe ich meine jahrelange Berufserfahrung in der Arbeits- und Organisationspsychologie sowie klinischen und Gesundheitspsychologie sowie im Banken- und IT-Bereich und der Unternehmensberatung ein. Ein Schwerpunkt stellen seit Jahren Beratung, Coaching und Training im Bereich der Stressbewältigung und Ressourcenstärkung und dem gesunden und wertschätzenden Führen dar. Ergänzt wird dies um Themen der betrieblichen Gesundheitsförderung, des Demographie-Managements und der beruflichen Neu-/Umorientierung. Ich bilde mich ständig weiter und bin regelmäßig in Supervision bei der MEG in Kriftel und Bonn. Privat bin ich Mutter, reise sehr gerne und lerne begeistert neue Länder und Kulturen kennen.

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