Intuition – psychologische Grundfunktion oder Ausrede?

Intuition wird als unmittelbares, nicht auf reflektierendes Denken gegründetes Erkennen definiert: „Ich kann mich auf eine Intuition verlassen“, oder schlicht als Eingebung oder Ahnung: „Sie folgte einer plötzlichen Intuition.“

Nach mehreren Jahren Arbeit mit verschiedenen Frauen aus den unterschiedlichsten Regionen, Bereichen und Gesellschaftsschichten, fallen mir zwei wesentliche Punkte zum Thema Intuition auf:

  1. Intuition ist immer da.
  2. Sie wird wie eine Pop-up Meldung einfach weggeklickt.

Intuitionsschulung bedeutet nicht, dass die Intuition erlernt werden muss, sondern, dass die sogenannte „Pop-up Meldungen“ der Intuition erkannt und wahrgenommen werden können.

Meldungen der Intuition erkennen

Wir alle nehmen sie wahr, jedoch wird sie einfach beiseite geschoben. Dabei erfüllt die Intuition eine wichtige Aufgabe: Sie leitet uns durch unser Leben und ist überlebenswichtig. Erste Impulse sind Angriff, Verteidigung oder Totenstarre. Impulse, die seit Jahrtausenden unser Überleben gesichert haben.

Heute leben wir in einer schnelllebigen und reizüberflutenden Zeit. Ein Nachteil davon ist, dass wir Informationen selektieren müssen und somit auch unsere Intuition einfach wegklicken. Wie kann ich also die Meldungen der Intuition wiedererkennen?

Die Intuition wiederfinden

Im Grunde ist das ganz einfach:

  • sich der Situation absolut bewusst werden
  • Wahrnehmen über alle Sinne
  • Im Nachhinein mehrmals reflektieren, bis der Intuitionsimpuls erkannt wird
  • Übung Übung Übung
  • Intuitionsimpuls wahrnehmen
  • Verhalten verändern

Meine Erfahrung zeigt, dass viele Frauen diese Momente plötzlich wie eine Dehnung im Raum-Zeit-Kontinuum erleben. Plötzlich haben sie mehr Zeit, den Impuls während einer Situation zu erkennen und sogar noch zu spüren, was sie als nächstes tun können.

Es verschafft ihnen Luft, um entsprechend reagieren zu können und damit oftmals – wie auch vor tausenden von Jahren – einen entscheidenden Handlungsvorteil.

In welcher Situation erkenne ich den Intuitionsimpuls?

Das ist sogar noch leichter: in jeder. Mir persönlich fiel es besonders leicht, mich in emotionsgeladenen Momenten zu beobachten. Eine meiner Schwächen bis heute ist hier das Autofahren. Ja, ich kann nicht emotionsfrei autofahren! Aber es dient mir als ein perfektes Übungsspiel:

Ich kann mich dabei selbst beobachten und spüre, wann sich meine Emotionen verändern. Ich merke sogar körperlich, wie sich ein Knoten im Bauch bildet vor Wut; der Hals wird enger und mein Gesicht zieht eine (nicht wirklich schöne) Fratze. Plötzlich drücke ich aufs Gas, um einen anderen Autofahrer zu überholen oder ihn nicht einfädeln zu lassen.

Da ist er!

Ich bin mir sicher, dass auch du dich in einer ähnlichen Situation wiederfindest. Und obwohl ich weiß, dass das nun schon ziemlich kindisch ist, kann ich es manchmal einfach nicht lassen. Auf was ich aber eigentlich hinauswill: Der Intuitionsimpuls war schon viel früher da!

Wenn ich dann aus dem Auto aussteige und meine Fahrt gedanklich Revue passieren lasse, dann erkenne ich, ab wann ich den Impuls einfach ignoriert habe: nämlich bereits direkt in dem Moment, als ich den anderen Autofahrer, Fahrradfahrer oder wen auch immer gesehen habe und seine Absicht erkannt habe.

Du verlierst haufenweise Energie – umsonst

Wenn du dich gerne mit solchen Situationen unterhalten möchtest, dann ist das sicher auch ok. Allerdings erleben wir an einem Tag viele davon: Der Krankenkassenvertreter, der schon wieder anruft, die Nachbarin, die einem die Waschtermine durcheinander bringt, der Briefträger, welcher die Pakete wieder mitnimmt anstatt richtig zu klingeln, uvm. Erkenne deine Trigger-Momente, die dafür sorgen, dass bei dir die Emotionen hochkochen, denn du verlierst so viel Energie durch sie!

Auch wenn du dir denkst „ich habe ja genug Energie“, lebst du so, energetisch betrachtet, vermehrt mit einem kleinen Energiemanko. Dieses Manko wird oftmals wieder gefüllt, indem man sich die Energie vom anderen Autofahrer, der Nachbarin oder wer auch immer deine Wut zu spüren bekommt, zurückholt. Wenn du jetzt gnadenlos ehrlich mit dir bist, dann fühlen sich diese vielen kleinen Momente auch nicht wirklich gut an…

Engelchen, Teufelchen und Ich

Wut ist eine super Emotion, um die Intuition zu schulen. Denn sie fährt meistens in Sekundenschnelle den Puls nach oben. Das heißt natürlich nicht, dass du deinen Intuitionsimpuls nicht auch mit anderen Emotionen üben kannst. Wenn du anfängst dein emotionales Innenleben zu beobachten, wirst du sicher mehr als einmal am Tag das Gefühl haben, tatsächlich Engelchen und Teufelchen auf den Schultern sitzen zu haben.

Lass dich davon nicht beirren. Dadurch bleibst du in der Zentriertheit und das ist doch auch ein wunderbarer Nebeneffekt. Vor allem richtet es den Fokus auf dich und damit weg von den anderen. Du kannst nur an dir etwas ändern, jeder ist für sich selbst verantwortlich.

Wie lange dauert es, bis ich meine Intuition besser spüre?

Ganz genau 384 Stunden und 12 Minuten. Mal mehr, mal weniger.

Nein, natürlich hat jeder Mensch sein eigenes Tempo und seinen eigenen Entwicklungsstand. Meine Erfahrung hierbei ist, dass je ehrlicher man mit sich umgeht und desto weniger man sich für seine täglichen Reaktionen und Emotionen verurteilt, desto leichter fällt es auch, das Verhalten zu verändern. Ein positiver Nebeneffekt ist es außerdem, dass du dich ganz neu kennenlernst und viel über dich erfahren kannst. Eine gesunde Portion Eigenhumor kann hier absolut unterstützend wirken.

Reaktiviere auch du deine Intuition!

 

Dorothee Brumann

Salonfähiger Schamanismus

Breathing-Space.ch

 

 

 

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Salonfähiger Schamanismus: Modernes energetisches Frauencoaching, sowie Atemmassage und SVNH geprüfte Heilunterstützung im Bereich Geistigen Heilen. Dafür setze ich mich ein Standort: Bern, Schweiz per Skype: weltweit

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