Meditation: Was es kann – wie es geht

Meditation ist so ein wertvolles Geschenk für den Menschen. Insbesondere in der Führungsebene und bei Managern in Konzernen steigt die Nachfrage nach solchen Programmen.

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In manchen Unternehmen wird Achtsamkeit mittlerweile in die „High Potential Programme“ mit eingeführt. Dort lernen Mitarbeiter quasi nicht nur die Hardskills, die sie im Konzernleben brauchen, sondern auch die Fähigkeit der Achtsamkeit und die der Meditation.

Was bringt mir Meditation?

Buddha wurde der Legende nach einmal gefragt, was ihm Meditation bringe, und er antwortete: „Nichts, aber was ich dadurch verloren habe ist Angst, Wut, Schmerz, Furcht und die Angst vor dem Tod.“

Die moderne Forschung hat mittlerweile in über 1000 Studien eindrucksvoll gezeigt, welche Wirkung Meditation auf den Menschen hat: Ich persönlich meditiere seit Jahren jeden Morgen und es schenkt mir die nötige Ruhe und Klarheit für den Tag. Mit dem morgendlichen Meditieren setze ich einen Startpunkt, auf dem mein ganzer Tag aufbauen kann.

Was Studien zeigen

  •  Meditation erhöht die eigene Widerstandskraft. Sie senkt unsere Ängstlichkeit und erhöht unsere Widerstandskraft und Leistungsfähigkeit unter Stress.
  • Meditation erhöht unsere emotionale Intelligenz. Bildgebende Untersuchungsmethoden haben gezeigt, dass wir durch eine Meditationspraxis die Fähigkeit erhöhen, unsere Emotionen zu regulieren.
  • Meditation erhöht unsere Kreativität; Durchbrüche oder besondere Erkenntnisse sind immer aus einem Zustand des entspannten Geistes gekommen. Das nennt man auch den „Eureka-Moment“.
  • Meditation verbessert unsere Beziehungen, indem sie unsere Stimmung hebt und unser Gespür für unsere Mitmenschen stärkt.
Die Liste mit positiven Effekten von Meditation ist lang und das Schöne ist: Jeder kann es selbst erfahren! Klick um zu Tweeten
  • Eine andere Studienreihe konnte eindrucksvoll nachweisen, dass Meditation unsere Konzentrationsfähigkeit steigert. Wir lernen durch sie, Unterbrechungen wahrzunehmen, ohne diesen nachgehen zu müssen. Das hilft uns besonders im Zeitalter des Smartphones und der ständigen Verbindung, fokussiert und konzentriert zu bleiben.
  • Meditation löst die Anspannung in unserem Körper und wir können dadurch ein neues Körperbewusstsein entwickeln. Sie verbessert unseren Schlaf, der Blutdruck sinkt und das Herz- Kreislauf-System wird gestärkt. Und ganz wichtig: wir sind glücklicher.

Meditation für ein langes Leben

Eine sehr faszinierende Studie kommt von der Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn. Sie fand heraus, was die Fernöstlichen Lehren bereits seit tausenden von Jahren für sich in Anspruch genommen haben: Meditation lässt uns länger leben.

Ich hoffe, ich konnte dich davon überzeugen, der Meditation eine Chance zu geben. Wenn ja, zeige ich dir jetzt hier, wie du sie einfach in deinem Alltag umsetzen kannst. Los geht’s:

Wann sollte ich meditieren?

Wann du meditierst, ist prinzipiell egal. Wichtig ist, es täglich zu tun. Hier hilft es, sich einen festen Zeitpunkt am Tag auszusuchen.

Jeder kennt diese Vorsätze, etwas einmal täglich zu tun. Und dann klappt es nicht, weil wir es ständig vor uns herschieben und dann abends im Bett liegen und vergessen haben, es zu tun. Darum ist es wichtig, einen festen Zeitpunkt auszuwählen, an dem ihr am besten jeden Tag auch Zeit habt und euch 20 Minuten einplanen könnt.

Ich meditiere beispielsweise jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen. Ich gehe ins Bad, dusche um wach zu werden und dann meditiere ich. Bevor ich irgendetwas anderes beginne, finde ich erst einmal meine Mitte.

Wie lange sollte ich am besten meditieren?

Eine gute Richtzeit ist 20 Minuten täglich. Du kannst ruhig mit nur 5 Minuten beginnen. Starte die erste Woche mit 5 Minuten, die zweite mit 10, die 3. dann mit 15 und in der 4. Woche mit 20 Minuten.

Es gibt diesen schönen Spruch zur Meditation: „Wenn jetzt einmal ein Tag dabei ist, an dem du extrem viel erledigen musst und wenig Zeit hast, dann meditiere gleich eine ganze Stunde.“ Suche dir einen Ort, an dem du 20 Minuten ungestört bist. Am besten in bequemer Kleidung, die nicht drückt oder einschnürt.

Die richtige Position für dich

Fangen wir mit der Position an: Eine bestimmte Meditationsposition gibt es nicht. Vielleicht kennst du den typischen Lotussitz aus Indien. Eine Art Schneidersitz mit überkreuzten Beinen. Das muss nicht unbedingt sein, vor allem, weil wir im Westen solch eine Sitzposition nicht gewohnt sind. Unser unterer Rücken ist zu schwach.

Suche dir einfach einen bequemen Stuhl oder Sessel aus. Hauptsache, du kannst dort 20 Minuten sitzen, ohne dass dich dabei etwas stört. Eine Einschränkung gibt es: Es sollte nicht zu bequem sein, sonst besteht die Möglichkeit, einzuschlafen.

Meditation selbst ist einfach: Es ist eine Zeit des NICHTS TUN, nicht mehr und nicht weniger. Klick um zu Tweeten

Leider kann unser Gehirn nicht nichts tun. Wir müssen dafür einen kleinen Trick benutzen: Und zwar konzentrieren wir uns nur auf eine Sache. Ich mache es folgendermaßen: Ich atme langsam ein und beim Ausatmen sage ich mir selbst innerlich das Wort „frei“.

Du kannst gleich mitmachen!

Spüre, wie die Luft durch die Nase über den Hals in deine Lungen strömt.

Ein

 

Aus – Frei

 

Ein

 

Aus – Frei

 

Folge einfach deinem Atem. Nicht mehr und nicht weniger. Einfach folgen.

Was, wenn ich ständig über irgendetwas nachdenke?

Wenn ein Gedanke auftaucht, kannst du diesen anschauen. Und dann deine Aufmerksamkeit wieder zurück zum Atem lenken. Und das immer und immer wieder. Das Führen der Aufmerksamkeit vom Gedanken zum Atem ist ein wichtiger Bestandteil der Mediation.

Ein buddhistischer Mönch hat einmal gesagt: „Gedanken sind wie ein kleiner Welpe. Er wird 10000 Mal weglaufen. Und du darfst ihn 10000 Mal zu dir zurückholen. Am Anfang wird man kaum erleben, dass sich eine Gedankenleere einstellt. Dies kommt bei längerer Übung ganz von selbst.

Das Führen der Aufmerksamkeit vom Gedanken zum Atem ist ein wichtiger Bestandteil der Mediation. Klick um zu Tweeten

Wenn ein Gedanke einmal nicht gehen möchte: Stell dir deine Gedanken wie kleine Wolken vor. Du kannst sie anschauen und dann einfach weiterziehen lassen.

Ausklang

Zur Auflösung der Meditation öffnen wir unsere Augen und bleiben noch einen Augenblick sitzen. Wir atmen dreimal besonders tief ein und aus. Dann erheben wir uns GANZ LANGSAM. Dann strecken und recken wir uns, damit unser gesamter Körper wieder durchblutet wird. Und das war es dann schon….

Und für alle, die zu beschäftigt sind und keinen weiteren Punkt auf ihrer ToDo Liste brauchen: Ihr dürft verstehen, dass Meditation nichts ist, was wir tun. Es ist vielleicht das einzige Mal am Tag, wenn wir nichts machen. Meditation macht etwas mit dir.

 

Ich wünsche dir viel Spaß und tolle Erfahrungen damit.

Bis zum nächsten Mal,

Dein Peter

 

Written by 

“Peter Beer ist Autor, Gründer der Work & Life Academy und Experte für Mentaltraining, Resilienz, Stress- und Veränderungsmanagement. Sein einzigartiges Verständnis für die Bedürfnisse der Leistungsträger der nächsten Generation und seine unkomplizierter und innovativer Ansatz, zeigt wie gesundes, begeistertes und leistungsfähiges Arbeiten möglich ist!“ Coaching Portal Online Nach meinem Studium an der Hochschule in Regensburg arbeitete ich als Ingenieur in einem der größten deutschen Automobilkonzerne. Dort konnte ich hautnah miterleben, wie stressverschärfende Strategien und ungeschulte Führung das Potenzial der Menschen bremst. Mir wurde es eine Herzensangelegenheit daran etwas zu ändern, deshalb studierte ich am Institut für Psychologie in Hagen. Neben dem Psychologiestudium zertifizierte ich mich zum Coach, absolvierte den Master in NLP und gründete die Work & Life Academy, welche jungen Leistungsträgern und Führungskräften zeigt, wie es möglich ist die kommenden Herausforderungen gesund zu meistern. Standort: Regensburg

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