9 Inspirationen für eine befreiende Fastenzeit

Geht es Ihnen auch so, dass die ersten Wochen des neuen Jahres so schnell vergangen sind und Sie noch gar nicht zum Umsetzen Ihrer guten Vorsätze gekommen sind? Wie wäre es, jetzt noch einmal auf Reset zu drücken und am Aschermittwoch bewusst mit einem Vorhaben in die Fastenzeit starten?

Warum Sie es jetzt schaffen können

Fragen Sie sich das noch? Gerade jetzt zur Fastenzeit werden Sie viele Verbündete finden, die Sie unterstützen können. Und diesmal können Sie es bewusster durchführen und am Ball bleiben. Hierzu später die Erfolgsfaktoren.

Bewusst auf etwas zu verzichten, kann ungemein befreiend sein. Klick um zu Tweeten

Wenn Sie sich in der Fastenzeit etwas Gutes tun, ist hiermit eher ein Verzicht und ein Weniger gemeint. Dies ist in der heutigen Zeit teilweise recht ungewöhnlich. Werden wir doch von vielen Seiten eher zu einem Mehr im Sinne von Wachstum angeregt oder genötigt – als Konsument oder als Mitarbeiter oder Unternehmer. Doch bewusst auf etwas verzichten oder etwas loszulassen, kann sehr befreiend wirken und Sie wieder näher zu sich selbst bringen.

Wann haben Sie das letzte Mal bewusst auf etwas verzichtet?

Ganz ehrlich, wie lange ist das schon her? Ein paar Monate oder über ein Jahr? Wie ging es Ihnen dabei, was ist Ihnen schwer gefallen oder war ungewohnt? Was hat Ihnen gut getan? Was hat Sie befreit? Wie haben Sie es insgesamt erlebt?

Versuchen Sie sich genau daran zu erinnern. Was würde Ihnen jetzt guttun, worauf möchten Sie jetzt verzichten?

Fasten kann so viel mehr bedeuten, als nur der Verzicht auf Schokolade Klick um zu Tweeten

Viele von Ihnen werden bei Fasten erst einmal an Schokolade, Alkohol oder ähnliches denken. Dabei gibt es noch viel mehr Dinge, bei denen Ihnen ein Verzicht gut tun kann! Verzicht üben, sich etwas zurücknehmen, etwas sparsamer mit dem Äußeren umzugehen, sich mehr nach Innen kehren – all das sind Möglichkeiten zum Verzicht und Loslassen.

9 Inspirationen für Verzicht und Loslassen

Diese Beispiele kann ich Ihnen aus dem Erleben im persönlichen Umfeld und aus der Arbeit mit meinen Klienten empfehlen:

1. Ohne Handy Spazieren gehen

Kennen Sie das, Sie wollten in Ruhe spazieren, doch gerade dann ruft Sie jemand an? Oder Sie erledigen nebenbei noch ein paar wichtige Businessgespräche, um alles unter einen Hut zu bringen?

Wie wäre es, draußen spazieren zu gehen und gar kein Handy dabei zu haben? Einfach nur der Natur zu lauschen, der Stille oder den Vögeln? Bewusst zu riechen, atmen, sehen, ganz ohne Ablenkung, ganz ohne Erreichbarkeit?

2. Termine und Verabredungen reduzieren

Fühlen Sie sich oft verplant und fremdgesteuert? Wie wäre es, keine Termine zu haben, sondern nur mit sich alleine zu sein? Oder nur mit seinem Kind die Zeit draußen im Park oder zuhause zu verbringen – ohne Muss oder Soll, sondern einfach da sein, frei und flexibel sein?

3. Einen Augenblick innehalten und achtsam sein

Wie wäre es mit Achtsamkeitsübungen, jeden Tag eine kleine Übung? Sie können eine (Zwischen-)Mahlzeit am Tag ganz bewusst zelebrieren ohne Reden, Radio oder Zeitung. Versuchen Sie ganz bewusst zu essen, trinken, riechen und schmecken. Oder setzen Sie sich für 5 Minuten hin, schließen Sie Ihre Augen und atmen Sie bewusst ein und aus und sind Sie dabei nur bei sich im Hier und Jetzt. Lassen Sie Ihre Gedanken kommen und gehen ohne weitere Bewertung.

4. Den Laptop am Abend nicht mehr benutzen

Schenken Sie am Abend Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin, dem guten Freund, einem Buch oder dem Fernsehfilm die volle Aufmerksamkeit, anstatt parallel online zu sein oder sogar zu arbeiten. Wie erholsam das sein kann und wie wertschätzend sich das anfühlt, kennen Sie sicher. Ihr Gegenüber sowie Ihre Psyche freuen sich darüber.

Fasten bedeutet auch, unnötigen Ballast loszulassen Klick um zu Tweeten

5. Keine Nachrichten oder Talkshows sehen

Schlafen Sie nach dem Fernsehen wirklich gut ein? Merken Sie vielleicht, dass Sie die Nachrichten beim Einschlafen nicht loswerden? Oder die Diskussionen in einer Talkshow Sie weiter beschäftigen? Probieren Sie einmal aus, diese Sendungen ganz bewusst nicht zu sehen.

6. Das Handy nicht ins Schlafzimmer mitnehmen

Welch eine Erleichterung ist das, wenn Sie keine E-Mails mehr im Bett oder direkt nach dem Aufstehen lesen. Keine SMS, die Sie wieder wach macht. Und ganz nebenbei schlafen Sie viel besser ein.

7. Einen Brief schreiben, anstatt Laptop oder Handy zu nutzen

Wie ging es Ihnen, als Sie das letzte Mal eine Karte oder einen Brief per Post erhalten haben? Wie geht es Ihnen nun beim Schreiben einer Karte oder eines Briefes? Was haben Sie vielleicht in der letzten Zeit vermisst? Was ist durch das Mehr an Technik auf der Strecke geblieben bei der Kommunikation?

8. Typische Streitereien um Alltagsthemen bewusst vermeiden

Sie kennen das bestimmt, dass es ganz klassische Diskussionen mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin gibt, die immer wieder auftauchen. Der eine hat etwas nicht weggeräumt. Der andere hat ungefragt etwas gekauft. Von außen betrachtet sind dies oft Nichtigkeiten, doch sie können ganz schön Sprengstoff für Ihre Beziehung bedeuten. Wie wäre es, wenn Sie mal Ihrerseits oder gemeinsam auf diese Diskussionen verzichten? Was tut sich dann?

9. Den Keller ausmisten und Erwartungen loslassen

Im Keller mal wieder ausmisten, alte Erinnerungen loslassen beim Ausräumen, Kleidung, in der Sie sich nicht mehr wohlfühlen, weggeben, ungeliebte Kontakte reduzieren. Vielleicht entdecken Sie auch private oder berufliche Projekte, die Sie schon längst loslassen wollten. Oder Sie befreien sich, indem Sie zu hohe Erwartungen loslassen. Beobachten Sie neugierig, welche Energie dadurch frei wird.

Was ist Ihr Plan für die Fastenzeit? Was möchten Sie sich Gutes tun durch Verzicht? Klick um zu Tweeten

So wird Ihre Fastenzeit erfolgreich

Überlegen Sie sich nun, welche Art von Verzicht oder Loslassen Ihnen gut tun wird, was Sie befreien wird. Nehmen Sie sich bitte jetzt einen Zettel zur Hand und schreiben Sie diesen Punkt oder diese Punkte auf. Am besten fangen Sie gleich heute schon damit an, es anders zu machen.

Beachten Sie diese Punkte, um Ihr Vorhaben nun erfolgreich umzusetzen:

  1. Setzen Sie sich ein konkretes, realistisches Ziel
  2. Erzählen Sie anderen davon, suchen Sie sich Verbündete
  3. Praktizieren Sie diese Veränderung regelmäßig
  4. Sollte es mal nicht geklappt haben, machen Sie es einfach am nächsten Tag wieder weiter
  5. Nehmen Sie wahr, was sich durch den Verzicht verändert
  6. Freuen Sie sich über Ihre Veränderung und feiern Sie Ihre Erfolge

Nun wünsche ich Ihnen eine gute, inspirierende und befreiende Fastenzeit!

Ihre

Sabine Machowski

P.S.: Weitere Inspirationen zum Abschalten und konkrete Ideen, wie Sie etwas Gutes für sich tun können, finden Sie hier: www.ressourcenfokus.de/lp1. Ich freue mich auf Sie!

 

 

Written by 

Mein Name ist Sabine Machowski. Ich bin Diplom-Psychologin und ressourcenerzeugende Beraterin, Trainerin für Gesund Führen, Stressbewältigung, Schmerzbewältigung und Entspannungsmethoden sowie Heilpraktikerin eingeschränkt für Psychotherapie und angehender systemischer Coach. Standort: Bad Homburg vor der Höhe und Frankfurt Meine Arbeit ist vor allem durch das systemische und hypno-systemische Denken geprägt. Dies bedeutet für meine Klienten, dass ich vor allem ressourcenorientiert und lösungsorientiert arbeite und durch meine Neugier, meine Fragen und meine Wertschätzung mein Gegenüber unterstütze und stärke, seine eigene Lösung für sein Anliegen zu finden. So achte ich darauf, dass wir uns nicht zu lange in der sogenannten Problemtrance befinden, sondern uns vor allem auf die Lösungstrance konzentrieren und diese nutzen, Ressourcen in der Person zu erkennen und zu stärken, um die gewünschten Ziele und Veränderungen zu erreichen. Neben meiner professionellen psychologischen Haltung als Diplom-Psychologin, Beraterin, Coach und Trainerin bringe ich meine jahrelange Berufserfahrung in der Arbeits- und Organisationspsychologie sowie klinischen und Gesundheitspsychologie sowie im Banken- und IT-Bereich und der Unternehmensberatung ein. Ein Schwerpunkt stellen seit Jahren Beratung, Coaching und Training im Bereich der Stressbewältigung und Ressourcenstärkung und dem gesunden und wertschätzenden Führen dar. Ergänzt wird dies um Themen der betrieblichen Gesundheitsförderung, des Demographie-Managements und der beruflichen Neu-/Umorientierung. Ich bilde mich ständig weiter und bin regelmäßig in Supervision bei der MEG in Kriftel und Bonn. Privat bin ich Mutter, reise sehr gerne und lerne begeistert neue Länder und Kulturen kennen.

One thought on “9 Inspirationen für eine befreiende Fastenzeit

  1. Hey Sabine,

    schöne Ideen. 🙂

    Einiges davon mache ich sowieso, anderes kommt nicht in Frage.

    Ich gehe niemals absichtlich ohne Handy raus. Aber mich bockt das auch nicht, wenn das Handy was von mir will. Soll es wollen 😉 Ich guck dann später.

    Keine Nachrichten und Talkshows: Kein Thema. 😀 Den Reciever habe ich vor ein paar Monaten abgebaut, weil eins meiner Tiere eine Kabel-Nage-Phase hatte. Hab ihn bisher nicht vermisst. 😉

    Streitereien sind immer so eine Sache, die man nicht einfach mal eben lassen kann. Ich versuche diesen Monat klar zu kommunizieren und den Mund auf zu machen, wenn was ist. Mal sehen.^^

    Liebe Grüße,
    Ronja

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