Selbst-und ständig – Warum nicht mal mit Bildern?

In meinem gestrigen Artikel habe ich mit den Worten geschlossen, dass Sie nicht darum herum kommen, sich mit sich selbst und Ihrer (Selbständigen) Persönlichkeit zu befassen. Wie Sie das mit Hilfe von Bildern herausfinden können, erzähle ich Ihnen heute.

Wussten Sie, dass Ihr Unterbewusstes in Bildern „denkt“ und dass ein Gespräch mit sich selbst daher gut über die Welt der Bilder funktioniert? Wie wäre es denn, wenn Sie mal versuchen für Sie wichtige und drängende Fragen durch bildhafte Assoziationen zu beantworten, um sich weiter zu entwickeln, mehr Klarheit über die eigenen Bedürfnisse zu erlangen, mehr Sicherheit für die eigene Planung zu erhalten und auch mal neue Lösungswege zu finden?

Ich gebe Ihnen hier gern mal einen kleinen Einblick aus meiner Arbeit als Lebensberaterin mit der Methode Kartenlegen.

Beispiel der Kartenlegemethode aus der Praxis

Eine selbständige Klientin kommt ein wenig ratlos in die Beratung. Sie berichtet, dass sie seit zwei Jahren selbständig sei und auch schon einen kleinen Kundenstamm vorweisen kann.

Damit es noch mehr Klienten werden hat sie über die Möglichkeiten nachgedacht ihr Angebot zu erweitern und zu verbessern, hat einiges probiert und versucht ihre Klienten für die weiteren Möglichkeiten zu interessieren. Seitdem stagniert das Geschäft irgendwie.

Ihre bisherigen Klienten sind sehr zufrieden mit ihr, brauchen sie aber nicht ständig, und wollen die erweiterten Möglichkeiten nicht unbedingt nutzen. Ihre Bemühungen ihr Angebot neuen Klienten vorzustellen sind bislang nicht sehr von Erfolg gekrönt. Sie möchte nun wissen was dahinter steckt und wie sie damit umgehen soll.

Die Auslage und Besprechung

Für die gemeinsame Arbeit nutze ich mein selbst entworfenes Legekunst Kartendeck, das sich an den bekannten Lenormandkarten orientiert.

Teil 1

Wir einigen uns auf die zuvor genannte offene Fragestellung in zwei Etappen und wählen ein Legemuster für die Frage: „Was steht dahinter?“ Dazu lege ich die Karte für die Fragestellerin, die Dame, offen in die Mitte, lasse die Fragestellerin das übrige Deck mischen und lege dann um die Karte Dame herum aus.

Für die Deutung können den Plätzen der Karten Aussagen zugewiesen werden. In diesem Fall nutzen wir Aussageergänzungen: für die obere Reihe – das ist bewusst; für die untere Reihe –   das ist nicht bewusst oder wird nicht genutzt (Ressourcen); für die beiden Begleitkarten links und rechts der Karte des Fragenden in der Mitte – das ist selbstverständlich.

Auslage-Bild:

123

 

 

 

456

 

 

 

 

789



 
 
 

Vorgehen

Obere Reihe – das ist bewusst
Wir sprechen darüber, ob die Fragestellerin mit unerwarteten Belastungen rechnet, die sich aus dem neuen Vorgehen ergeben könnten. Belastungen, Unbekanntes, Ernte oder Gefahr sind unsere Ausgangsstichworte, mit denen wir gemeinsam im Gespräch arbeiten. Durch Assoziationen, Selbstreflektion, Brainstormen finden wir dazu Näheres heraus.

Mitte – das ist selbstverständlich

Recht selbstverständlich scheint es zu sein in der Öffentlichkeit oder vor vielen Menschen zu sprechen. Unsere Ausgangsstichworte sind (schriftliche oder allgemeine) Kommunikation und Öffentlichkeit.

Das lässt sich doch vielleicht nutzen, um das neue Angebot einer breiteren Zielgruppe bekannt zu machen. Auch die Schriftform könnte der Fragestellerin liegen. Auch hier sprechen wir über die Möglichkeiten, die uns die Assoziationen bieten können, benennen Möglichkeiten und sammeln Ideen.

Untere Reihe – das ist nicht bewusst oder wird nicht genutzt (Ressourcen)

Die Fragestellerin könnte recht erfolgreich sein, wenn sie in Gesprächen noch klarer Position bezieht. Unsere Ausgangspunkte sind (mündliche) Kommunikation, Empathie und Arbeit, Halt. Das beziehen wir natürlich direkt auf die Fragestellung, nicht auf ihrer eigentlichen Tätigkeit mit Klienten. Sie könnte mit ihrer weichen, einfühlsamen Seite sehr schön auch den Nutzen herausstellen, den angehende Klienten von Ihrer Arbeit haben können. Darüber sprechen wir eine Weile, bis die Fragestellerin das Gefühl hat: „Das ist es!“

Fazit

Auf die Frage: „Was steckt dahinter?“ könnte die Antwort also lauten, dass die Fragestellerin Schwierigkeiten damit hat sich persönlich mit ihrem neuen Angebot zu identifizieren, wenn es darum geht es der breiten Masse vorzustellen. Sie rechnet in dem Falle mit einer einschneidenden nachteiligen Veränderung, auch wenn es denkbar wäre, dass gerade damit ein Durchbruch zu erzielen wäre. Das ist also vermutlich ihr Konflikt.

Wir haben den Worst Case dabei ebenso durchdacht, wie die Möglichkeit sehr erfolgreich zu sein. Die Fragestellerin kann so in den Kontakt mit ihrem Gefühl und ihrer persönlichen Motivation kommen, was ihr hilft die nächsten Schritte zu planen.

Teil 2

Auf die Frage: „Wie soll ich damit umgehen?“ machen wir eine einfache Legung, die vor allem das unmittelbare Wirken in den Fokus rückt.

Als Aussageergänzungen wählen wir: Fragestellerin im Jetzt, das könnte getan werden, das folgt darauf und dahin führt es –

Auslage-Bild:

 

1011 12 13

 

 

 

 

Die Fragestellerin könnte lösungsorientiert vorgehen und sich darauf konzentrieren die Sache ins Rollen zu bringen. Eine positive, innere Haltung könnte es der Fragestellerin ermöglichen ins Tun zu kommen. Sie könnte sich verbindlich mit ihrem neuen Angebot im Außen zeigen. Vielleicht kann sie auch einige Testpersonen verpflichten, die ihr ein erstes Feedback und Testimonials geben können, auf denen sie ihre weiteren Schritte aufbauen kann.

Sie selbst könnte in der Folge gefragt sein auf den eigenen Instinkt zu vertrauen, strategisch vorzugehen, mit Umwegen zu rechnen und sich geschmeidig der Entwicklung anzupassen. Dann führt es zu Klarheit, einer Vision, die andere auch erkennen können und somit ins Handeln bringen dürften.

Fazit

Mit diesen Inhalten kann die Fragestellerin erstmal arbeiten und auf der Basis der entwickelten Ideen und Möglichkeiten das für sie geeignete und passende Vorgehen auswählen und entwickeln. Es unterstreicht inhaltlich das, was wir beim Beleuchten der ersten Frage bereits herausgearbeitet haben und stärkt die Fragestellerin in ihrem Vorhaben.

Der Vorteil der Bildsprache

Der Umstand, dass der Dialog über die gezogenen und ausgelegten Bilder stattfindet, wirkt für viele Ratsuchende förmlich neutralisierend. Der Fokus beider in der Beratung Beteiligten richtet sich auf die Motive der Karten und gemeinsam werden mögliche Interpretationen besprochen.

Das hat zur Folge, dass der Ratsuchende sich recht frei auf mögliche Assoziationen einlassen kann und auf diesem Weg sein „Aha-Erlebnis“ hat. Durch die Betrachtung und das Einlassen auf die Aussagen von Kartenmotiven kommt der Ratsuchende nach und nach seinen eigenen Themen auf die Spur.

Die Erfahrung wie man selbst „tickt“ und an Aufgaben herangeht wirft für viele eine neue und ungewohnte Perspektive auf. Aus dieser Betrachtung heraus ist es dann möglich kreativ zu werden und andere Lösungswege zu entdecken.

Ihr Nutzen

So können Sie sich selbst auf eine eher unkonventionelle Weise in Ihrer persönlichen Entwicklung durch bildhafte Assoziationen immer wieder Anregung und Reflektion holen. Für die Standortbestimmung, dem Herausfinden tiefer liegender Ursachen für Probleme, dem Entwerfen eines bildhaften Ziels, dem Umsetzen einer Vision, – es gibt kaum etwas, das mit Kartenmotiven nicht beleuchtet werden könnte.

Sie brauchen dazu lediglich ein wenig Offenheit und die Bereitschaft im Anschluss etwas (für sich selbst) zu Tun.

Wie steht es mit Ihnen?

Was sind Ihre offenen Fragen oder Schwierigkeiten beim Thema Selbständigkeit? (Oder auch bei anderen Themen des Lebens)

Bildhafte Assoziationen können Ihnen durch Imagination und strukturierte Umsetzung behilflich sein mehr über sich zu erfahren, zu wachsen und so immer selbstbestimmter und authentischer zu sein. Probieren Sie es doch mal aus!

 

Ihre Stephanie Mertens

„Wer, wenn nicht Sie? – wann, wenn nicht jetzt?“

 

Written by 

Ich helfe Ihnen mehr über sich selbst zu erfahren, zu wachsen, sich weiter zu entwickeln, Ihr Profil zu finden. Durch Selbsterkenntnis, mehr Wissen und Tun zeigen Sie der Welt wer Sie sind und was Sie können. Standort: Hamburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.