Hör‘ endlich auf, die Erwachsene zu spielen und bringe wieder Spaß & Leichtigkeit in Dein Leben

Jahrelang habe ich versucht, die Erwachsene zu spielen. Kompetent, souverän, angepasst. Dass es nur eine Fassade war, habe ich lange selbst nicht bemerkt. Wie ich schließlich doch dahinter kam? Ich erzähle es Dir.

Ja, ja, wenn ich einmal groß bin, dann…. Das habe ich früher oft gedacht.

In den buntesten Farben habe ich mir mein Erwachsenenleben vorgestellt.

Endlich genug Geld verdienen, machen können was ich will, morgens schon Pizza essen, meine eigene Wohnung haben, viel reisen (zumindest soweit ich mit Kurzstreckenflügen komme), keiner da der mir sagt was ich zu tun und zu lassen habe, viele Tiere, eine wunderschöne, beliebte und souveräne Frau zu sein, usw.

Ich will nicht sagen, dass das eine oder andere nicht eingetreten ist. Ich habe tatsächlich morgens schon Pizza gegessen, habe mit einem guten Job Geld verdient, eine eigene Wohnung und noch so manches mehr. Jackpot oder?! Eine Zeit lang war es das. So lange, bis ich gemerkt habe, zu welchem Preis ich das alles hatte.

Ich war nicht mehr ich selbst.

Nicht, dass ich das einfach so gemerkt hätte. Was ich aber gemerkt habe war, dass da irgendwas fehlte.

Ich war immer phasenweise glücklich und in den Phasen dazwischen eher ratlos, unzufrieden und habe mich nicht wertgeschätzt gefühlt. In den guten Phasen war ich begeistert von dem, was ich tat. Meistens hatte ich dann gerade einen neuen Job, eine neue Herausforderung oder auch einen guten Ansporn.

Ich den schlechteren Phasen langweilte ich mich, konnte mich kaum dazu aufraffen, meine Aufgaben zu erledigen.

Ich habe mich als Opfer der Umstände gefühlt, wie ich es heute gerne ausdrücke.

Ich habe mich dann viel beschwert und gejammert, nichts war mir gut genug, Anerkennung für meinen Einsatz gab es nicht und überhaupt hatten die doch alle eh keine Ahnung, wie man das alles richtig macht. Ja, dann war ich sogar ein sehr besserwisserisches Opfer der Umstände. :o)

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine liebe Kollegin damals zu mir sagte: „Carina, es zieht mich ja schon selbst total runter, wenn du immer alles so schlecht redest.“ Puh, das war echt ziemlich hart. Aber habe ich es kapiert? Nein, ich habe einfach an anderer Stelle weiter gemotzt.

Ich konnte mich selbst nicht leiden

Und dann kam der erste Schritt meiner Selbsterkenntnis auf einem Seminar in Hamburg. Was dort genau dort passiert ist kannst du in meinem Artikel „Vom Komfortzonen-Bewahrer zum Komfortzonen-Gestalter“ lesen.

Aber ich hatte dennoch einen ziemlich holprigen Weg zu gehen, um zu erkennen, dass es da immer noch etwas gab, was mir gefehlt hat. Denn das ganze Szenario ging nahtlos weiter.

Zwar wurden die guten Phasen immer besser, je mehr ich mich mit den Dingen beschäftigte, die mir auch Spaß machten, mir leicht fielen und mich begeisterten. Aber die doofen Phasen gab es trotzdem noch. Die, in denen ich mich immer noch nicht wertgeschätzt und anerkannt gefühlt habe.

Allerdings habe mich diese schlechten Phasen immer mehr angekotzt. Schlimmer noch, ich habe mich selbst angekotzt in diesen Phasen. Ich konnte mich echt schon selbst nicht mehr leiden, wenn ich mich so gefühlt habe.

Von nichts kommt nichts

Immer auf der Suche nach Anerkennung und Wertschätzung, nach einer Bestätigung, habe ich immer mehr versucht, mich zu beweisen. Ich war eine sehr engagierte Mitarbeiterin, habe mich eingebracht, habe mich informiert, habe schnell gelernt.

Kurz gesagt, ich habe so ziemlich alles getan, um mich zu beweisen und mir die Anerkennung meines Umfelds zu sichern.

Ich habe mich beruflich noch einmal umorientiert, mich weitergebildet, ein Zertifikat nach dem anderen eingesammelt und bändeweise Fachliteratur in mich aufgesaugt.

Bei meinen Dozenten und Mentoren habe ich grundsätzlich zuerst auf die Aus- und Weiterbildungen geachtet, die diese gemacht hatten. Teils um zu sehen wie kompetent sie sind (als ob das etwas darüber hätte aussagen können) und teils um zu schauen, was ich alles noch machen muss, um ebenfalls so anerkannt und erfolgreich zu werden.

Anerkennung um jeden Preis

Ich habe durch die Bank gutes und tolles Feedback in meinen Ausbildungen erhalten. Mein ganzes Umfeld hat sehr geschätzt, was ich alles auf mich genommen hatte und dennoch, irgendetwas fehlte immer noch.

In meinen Augen war ich niemals gut genug; nein, ich musste noch besser werden. Witzig, sogar wenn ich heute darüber schreibe, kann ich immer noch das Gewicht spüren, dass ich jahrelang mit mir herum geschleppt habe.

Licht am Ende des Tunnels

Lange Rede kurzer Sinn. Was mir schließlich den dringend notwendigen Impuls gegeben hat, war ein Gruppencoaching-Event. Ich habe ein Feedback bekommen, das sich gewaschen hatte.

Ich habe dadurch zum ersten Mal in meinem Leben wirklich verstanden, dass es nicht mein geballtes Wissen ist, was mich so auszeichnet. Es ist die Art und Weise, mit der ich es anwende. Diese besondere, empathische, herzliche Note, die mein Arbeiten, meinen Umgang mit Menschen so einzigartig macht.

Das, was ich immer als selbstverständlich an mir selbst wahrgenommen hatte, oftmals sogar als Schwäche empfunden habe und keinesfalls als besonderes Talent, das ist es, was andere Menschen an mir so sehr schätzen.

Das Selbstverständliche an mir ist das Besondere! Klick um zu Tweeten

Ich kann Dir die Erleichterung und dieses wohlige Gefühl gar nicht in Worten beschreiben, welches sich in regelmäßigen Abständen wellenartig in mir ausgebreitet hat und immer noch ausbreitet.

Meine Entscheidung: Spaß & Leichtigkeit

Endlich habe ich für mich die Entscheidung treffen können: ich bin mir selbst genug. Und das ist einfach nur geil. Sorry für meine Wortwahl, aber so ist es! Ich muss nicht mehr rumlaufen und nach Anerkennung und Wertschätzung suchen.

Versteh‘ mich nicht falsch, ich bekomme trotzdem gerne tolles Feedback und Rückmeldungen. Es ist Balsam für meine Seele und zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Der größte Unterschied zu früher ist:

Ich tue nichts mehr, um Anerkennung zu bekommen, sondern ich tue Dinge, weil ich davon überzeugt bin und es mir Spaß macht.

Dafür Feedback und Anerkennung zu bekommen ist ein riesen Unterschied und es hat so viel Leichtigkeit in mein Leben zurück gebracht. Ich muss nicht mehr so sein als ob, sondern darf sein wer und wie ich bin.

Und die Moral von der Geschichte ist:

Wenn ich das kann, dann kannst Du das mindestens genauso gut, wenn nicht sogar noch schneller und noch leichter.

Aber jetzt bist Du dran: Bist Du Dir selbst genug? Oder spielst Du immer noch die Erwachsene? Willst Du auch endlich wieder mehr Spaß und Leichtigkeit in Deinem Leben?

Herzliche Grüße und bis bald,

Carina

Written by 

Als Wunderbotschafterin und Entdeckerin aus Leidenschaft zeige ich dir, wie du es schaffen kannst, deine eigene Einzigartigkeit zu entdecken. Gerade wenn es darum geht, sich selbst als "Nicht gut genug" zu empfinden, bin ich eine echte Expertin. Ich unterstützte und begleitete Frauen dabei, wieder in ihre Kraft zu kommen, ihre Einzigartigkeit zu erkennen und das Wunder in sich selbst zu entdecken. Mein großer Wunsch ist es, dass Frauen sich ihres besonderen Wertes bewusst sind, an sich selbst glauben und es sich erlauben ihre innere kindliche Energie zu leben und diese zusammen mit ihren weiblichen Schätzen in die Welt zu tragen. Standort: 63856 Bessenbach

6 thoughts on “Hör‘ endlich auf, die Erwachsene zu spielen und bringe wieder Spaß & Leichtigkeit in Dein Leben

  1. Liebe Carina,
    das ist ein sehr schöner Artikel und ich erkenne mich darin voll und ganz wieder. Also ich, in meinem alten Leben. 😉
    Es ist so schön, wenn die Anerkennung nicht mehr nötig ist, sondern die Zusprüche uns nur noch bestätigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
    Danke!!!
    Liebe Grüße, Britt

    1. Liebe Britt,

      vielen Dank für dein tolles Feedback. Ich gebe dir voll und ganz recht – nicht auf Anerkennung von Außen angewiesen zu sein, um sich gut zu fühlen, macht das Leben für mich viel leichter. Und mehr Spaß macht es obendrein.

      Ganz herzliche Grüße und bis bald,
      Carina

  2. Toller, offener und genialer Beitrag, liebe Carina.

    Vielen lieben Dank …. ich durfte ähnliche Erfahrungen machen und hatte zusätzlich das Gefühl, dass alle wollen, dass ich ‚diese Rolle‘ spiele….

    Liebe Grüße
    Alexandra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.