8 Dinge, die sich in unserer Gesellschaft ändern müssen

Warum schreibe ich diesen Artikel?

Nun, um ehrlich zu Euch und (endlich) auch zu mir zu sein: ich werde bald 50! Wenn man dem statischen Bundesamt Glauben schenken darf, hab ich noch 24,5 Jahre. Dann ist’s rum. Aus, Ende. Schicht im Schacht, Ende Gelände…

Also möchte ich meine letzten 24 Jahre dazu nutzen, etwas zu verändern, Denkanstöße liefern, anpacken – und das letzte halbe Jahre zurück und nach vorne blicken und sagen können: ich habe gelebt, ich habe geliebt und ich habe einen Unterschied gemacht.

Seit langer Zeit habe ich das Gefühl, dass sich dringend etwas ändern muss!

Nicht im Kleinen, nein, generell. Am Schulsystem, in Unternehmen, im Umweltschutz, in der Energiepolitik, Finanzpolitik, im immer mehr unsozialen Sozialumfeld, kurz in allen Bereichen, die direkt und indirekt unser aller Leben berühren – global gesagt: am Ganzen.

Immer mehr Menschen und auch die Forschung haben die Einsicht, dass Alles mit Allem Verbunden ist.

Die Quantenphysik liefert da sogar für diejenigen, die alles gerne „schwarz auf weiß“ haben, mit der sogenannten Teilchenverschränkung ein valides Beispiel.

Fakt ist auch, dass ein Atom zu 99,999999% aus Vakuum besteht und nur zu 0,000001% aus Materie. Und wir geben diesen 0,000001% mehr Bedeutung als dem „Rest“ von 99,999999%…verrückt, oder?!

Ich bin ein Beobachter und „Fühler“.

Und ich bin, wenn ich dann an einem Punkt angekommen bin, ein Bewußtmacher. Das klingt jetzt isotonisch, oder wie diese Schublade heisst, in die Menschen gepackt werden, die von sich sagen, dass sie fühlen können, wie es anderen geht oder wie viel Spannung in der Luft hängt. Aber es ist wirklich so: man kann es förmlich spüren, dass wir, bildlich gesprochen, auf einem übervollen Pulverfass sitzen und mit dem Zippo an der verdammt kurzen Zündschnur rumspielen.

Nur bekommt es der Großteil vor lauter (bewusster?) Verdummung durch viele Medien und andere Einflussnehmer gar nicht mit.

Wo muss sich meiner Meinung nach etwas ändern?

1. An Erziehung und Schulsystem
Kinder sind von Natur aus neugierig. Kinder sind aber vor allem unvoreingenommen. Die Offen- und Unvoreingenommenheit kommt durch die Erziehung, soziales Umfeld und das Schulsystem Stück für Stück abhanden. Laut Professor Gerald Hüther, Neurobiologe an der Universität Göttingen/Mannheim/Heidelberg, ist von Geburt an jedes Kind hochbegabt. Am Ende der Ausbildungszeit sind es nur noch 2%.

2. Am Ausbildungssystem
Sowohl im Schul- als auch im Ausbildungssystem geht es immer mehr um „Höher, Schneller, Weiter“. Wir züchten in unserem System Extrem-Spezialisten heran. Spezialisierung aber führt zu Isolation, weil man schwer(er) über den Tellerrand blicken kann.

3. Am Wirtschaftssystem
Die Planwirtschaft ist gescheitert. Die Konsumwirtschaft kann nur überleben, wenn Nachfrage besteht. Es ist an der Zeit, Nachhaltigkeit nicht nur in Wortblasen zu propagieren, sondern sie zu einer neuen Art der Wirtschaft und des Wirtschaftens zu erheben, um die bald 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten gleichmäßig (!!) zu versorgen. Armut, Hunger, Seuchen sind die Kinder von Ausbeutung der Schwachen durch die Starken.

4. Am Finanzsystem
Egal welches Land, egal welche Währung: die wirklichen ReGIERungen sind diejenigen, die über das Geld bestimmen. Hat jemand zufällig das Interview eines Hedge-Fonds Managers bei der BBC gesehen? Er bringt es auf den Punkt als er sagt: „keine Regierung dieser Welt hat Macht. Die wirkliche Macht hat Goldman-Sachs und ich schlafe jede Nacht ein und bete, dass eine neue Krise die Welt erschüttert, denn damit mache ich Milliarden…“- muss ich zu diesem Thema noch mehr sagen?

5. An Unternehmensstrukturen
In einer immer globaler agierenden Welt ist es notwendig, Strukturen in Unternehmen zu etablieren, die darauf ausgerichtet sind, vernetzt zu denken und zu handeln und trotzdem den lokalen Arbeitsmarkt zu bedienen.

6. An Unternehmensorganisationen
Auch im Unternehmen selber muss die zukünftige Organisation auf ein Miteinander bauen.Otto Scharmer vom M.I.T. In Massachusetts hat is mit seine „Theory U“ auf den Punkt gebracht: wir brauchen den Wechsel vom EGO-System zum ÖKO-System (from egosystem to ecosystem).

7. Am Sozialverhalten (Miteinander)
Der Umgang miteinander, egal welche Herkunft, egal welcher Bildungsstand, egal ob gesund, krank, behindert: wir müssen aufhören aus anerzogenen und überholten Bewertungsmustern heraus Schubladen aufzumachen, um jemanden „darin verschwinden zu lassen“.

Die Gemeinschaft ist das höchste Gut in der Tier- und Pflanzenwelt. Nur bei uns Menschen gerät sie durch immer engere egozentrische Kreise ins Hintertreffen und wird dazu führen, dass wir uns gegenseitig erst einengen, dann an die Gurgeln gehen und, letztendlich, ausrotten.

Mein Vorbild ist der „Plot“ der „Raumschiff Enterprise“ von Gene Roddenberry. Science Fiction, ja, aber es wird erkannt, dass wenn man seine Fähigkeiten, seine Kräfte über Grenzen wie ethnische Herkunft und Territorien hinweg zusammen tut und bündelt, dass man dann tatsächlich in Galaxien vordringen kann, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

8. An jedem Einzelnen selbst

Wir entfernen uns durch all das oben Beschriebene immer mehr von uns selbst. Wir funktionieren, aber wir leben nicht. Können wir auch gar nicht, weil wir so hochgetaktet leben müssen, um überleben zu können. Auf die Dauer geht jeder Motor so kaputt.

Wir müssen wieder in unsere Mitte kommen, die Intelligenz des Herzens neu entdecken. Nur wenn wir in unserer Mitte sind, bei uns sind, können wir leuchten – und dieses Leuchten zu unserem und zum Wohle aller einsetzen. Das ist mein Anliegen.

Fazit:

Bin ich ein Revolutzer? Bin ich ein Gesellschaftsverweigerer? Bin ich ein Träumer? Aus meiner subjektiven Sicht empfinde ich es natürlich nicht so. Und, um mal kurz philosophisch zu erscheinen: eine objektive Wahrheit kann es nicht geben, da immer mindestens ein Mensch involviert ist, der beurteilen soll.

Wie ich erwähnt habe, halte ich mich für einen Bewußtmacher, einen Denkanstoßer.

Es ist an jedem Einzelnen, seinen Beitrag für eine Zukunft ohne Hunger, Umweltprobleme, Kriege usw. zu leisten. Nicht aus egoistischem Antrieb, sondern aus bewusst gesetzten, für die Zukunft JEDER Kultur und der Umwelt wichtigen Impulsen. Ohne Schnick-Schnack-Geschwafel!
Mein Ziel als Beobachter, Bewußtmacher und letztendlich als Coach ist es, mit den Menschen zu arbeiten, sie zu Ihrer Mitte, dem Herzen, zurück zu bringen um sie dann dabei zu unterstützen, das Beste für sich und die Gemeinschaft zu entwicklen und umzusetzen.

Aus dem Herzen heraus handeln – für die Herzen, die da schlagen und besonders die, die noch schlagen werden…um kurz vor „dem Übersetzen in eine neue Dimension“ zurückblicken und sagen zu können:

Ich habe gelebt, ich habe geliebt und ich habe einen Unterschied gemacht!

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Anmerkung des Autors:

Meine Grossmütter (99 und 95) mein Vater bald 80, Mutter 71…und mein Plan sieht vor, die 100 gesund und munter einfach links hinter mir liegen zu lassen und „dann schau’n wa mal“, liebes statistisches Bundesamt 😉

LarsFotoAutor:

Lars Oliver Fischer von Mollard, 49 Jahre, lebt in Augsburg und ist von Beruf IT-Berater und -Trainer. Seine Arbeit als Coach nahm er auf, nachdem er das „Lesen im morphischen Feld“ nach Kurt Zyprian Hörmann erlernt hat. Mit dieser Technik coacht er erfolgreich Einzelpersonen und Unternehmen in Fragen zur Persönlichkeitsentwicklung, unternehmerische Planung, Vorbereitung auf wichtige Events (z.B. Pitches), aber auch Teamzusammensetzung, Einstellungs- und Bewerberthemen.

 

 

 

Written by 

Ziel meiner Arbeit ist, mit dem inneren Wandel beim Einzelnen den "Stein des Anstoßes" für den Wandel in der Gesellschaft zu kreieren. Aus der inneren Mitte heraus Entscheidungen treffen - nicht (nur) aus dem Verstand - denn solche Entscheidungen sind nachhaltig(er). Ich gehe individuell auf die Personen ein, gebe Lösungsvorschläge für "innere" Fragestellungen, um dann die positive Wirkung ins Außen zu transportieren. Als Coach unterstütze ich bei der Umsetzung, gebe auf gezielte Fragen zielgenaue Antworten. Habe ich spezielle Themengebiete? Nein, denn das Thema bestimmen Sie. Bin ich ein Tausendsasser? Nein, aber mit meiner Technik und meiner geschulten und sehr feinen Intuition bin ich in der Lage, jedes Thema für Sie mit wichtigen Informationen zu bereichern, Lösungen anzubieten. Die Umsetzung liegt bei Ihnen, wird aber gerne von mir begleitet. Themen könnten z.B. sein: - Personal und Teamzusammenstellung - Vorbereitung auf wichtige Termine (was wird von mir erwartet? Was ist das Ziel? Wie werden Ziele erreicht?) - Planungen hinterfragen und optimieren - wie können innere Konflikte (beim Einzelnen oder bei Teams) aufgelöst werden und zu mehr Nachhaltigkeit führen? - Wo ist das Optimierungspotential und wie kann ich es ausschöpfen? (Einzelperson, Teams und ganze Unternehmen) Feedback eines Kunden: "Mit deinem Coaching hast du 99% dessen abgedeckt, was bei dem Pitch tatsächlich thematisiert wurde. Und ja, wir haben den Pitch gewonnen!" (Quelle darf gerne bei mir nachgefragt werden) Ich coache Einzelpersonen, Gruppen, Fachbereiche und Unternehmen und halte auch gerne Vorträge zu unterschiedlichen Themen. "From egosystem to ecosystem - that's the challenge in our business society today", Otto Scharmer, Lektor am M.I.T. HERZlichst, Lars Oliver Fischer von Mollard Standort: Augsburg

9 thoughts on “8 Dinge, die sich in unserer Gesellschaft ändern müssen

  1. Zu diesem gesamten Thema kann man nur tausendmal „JA“ sagen. Klipp und klar auf den Punkt gebraucht!
    Es denken-fühlen viele Menschen diese Gedanken, es ist nur die Frage einer wirkungsvollen Vernetzung zu klären um alle Ebenen von Erwachenden und bereits Erwachten zu erreichen, um mithelfen zu können eine wahre Realität ins Leben zu rufen.

    Congratulation zu diesem Bericht!

    1. Vielen Dank für das Feedback.

      Als Erstes kommt der Mut es zu erkennen.
      Dann der Mut es anzunehmen.
      Dann der Mut, es anzugehen.
      Dann der Mut, den es auszusprechen.
      Dann der Mut, sich auch gegen den Wind zu stemmen, egal wie sehr er von vorne kommt.

      Ein Samenkorn ist gesetzt und ich hoffe, dass noch viele Samenkörner dazu kommen.

      …und ich freue mich drauf…aber sowas von…

      HERZliche Grüße, Lars

      1. Hervorragend! Bitte mehr davon! Und bitte mehr Menschen, die sich das zu Herzen nehmen und auch tatkräftig etwas dazu tun. Reden und/oder kluge Gedanken alleine verändern nichts. Die vielen freiwilligen Helfer in der Flüchtlingskrise haben aber schon mal einen tollen Anfang gemacht! <3

  2. Klasse Bericht! Ich füge folgenden Punkt gern noch hinzu:

    Auch im Gesundheitssystem ist m.E. ein Wandel sehr wichtig und unumgänglich:

    Es gibt immer mehr Erkenntnisse im ganzheitlichen Ansatz und immer mehr darüber, wie nachteilig und erst krankmachend die Einnahme von Medikamenten oder die Gabe von Impfstoffen ist, um nur einen kleinen Anriss der Thematik darzustellen. Krankheit ist eine Sprache der Seele.

    Es sollte mehr Wert auf Vorsorge gelegt werden als auf Unterdrückung und Ablehnung von Symptomen, viel mehr Wert auf die Annahme und Lösung der Entstehung von Symptomen, als auf Bekämpfung.
    Es ist mehr Wert, auf die eigene, innere Stimme zu hören und zu vertrauen, als auf wissenschaftliche Ergebnisse oder künstlich geschaffene Studien zu bauen.

    Selbst-vertrauen und Selbst-bewusstsein und Selbst-liebe – mit diesem Potential werden wir in das Leben geboren und durch die Natur genährt und getragen. Das gilt es zu bewahren und zu beschützen.

  3. Gefällt mir diese Zusammenfassung! Meine Anmerkung dazu: wir können jetzt und sofort beginnen mit kleinen Dingen die Welt zu verändern und sollten nicht warten auf die Anderen, sondern zuerst bei uns anfangen, z.B. auf Plastiktüten verzichten, den Wasserhahn nicht laufen lassen, mehr mit dem Fahrrad zu fahren, ein nettes Wort zu der Verkäuferin, geduldiger sein…..!

  4. Sehr guter Artikel, mit soviel Wahrheit. Es muss wirklich einiges passieren in unseren Systemen. Werde den Artikel auf jeden Fall teilen.

    Danke für die Anstöße in dem Artikel, man sollte viel mehr darüber nachdenken.

    LG
    Stefanie

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